Die Kinder sind seit etwa 30 Minuten im Bett. Plötzlich dringt Unruhe aus dem Kinderzimmer über das Babyphon an mein Ohr. Die normale Strategie, ignorieren, hilft nicht. Die Unruhe kehrt in Wellen wieder. Nichts Tragisches. Kein Jammern oder Weinen. Kein Schreien. Irgend ein kurzes Rufen. Zu kurz, als dass das Babyphon eindeutig wiedergeben könnte, was genau gerufen wird.
Das Ganze ist auch sehr einseitig. Weder Dialog noch Schelte. Das Rufen ist untypisch für die kleine Chefin. Das lässt darauf schließen, dass es der kleine Chef ist und die kleine Chefin schon schläft. Sie würde den kleinen Chef sonst strikt und streng (und erfolglos) in seine Schranken weisen. Aber was will er?
Schließlich siegt die Neugier. Ich schleiche also rauf. Und endlich verstehe ich, was er da ruft: „Mia kalt!“ Aber wieso ist ihm kalt? Im Zimmer ist es zu dunkel, meine Augen sind noch das helle Licht aus dem Wohnzimmer gewohnt. Also decke ich das Nachtlicht etwas auf.
Und ganz ehrlich, mir wäre auch kalt, wenn ich nachts meine Bettdecke bis an die Füße wegschieben und danach mein Schlafanzugoberteil ausziehen würde.
.
Abgelegt unter: kleiner Chef, Zwergenaufstand | Mit Tag(s) versehen: abends, Bett, kleiner Chef, süß, Zwergenaufstand | Kommentar schreiben »

