Kurzer Zwischenstand

Nur mal auf die Schnelle ein kurzer Zwischenstand, was bei uns gerade so los ist …

 

  • Mama hat Bindehautentzündung.
  • Kleiner Chef hat Mandelentzündung.
  • Ibuprofen ist ein aktuell hier sehr geschätztes Teufelszeug.
  • Die kleine Chefin ist in der Kinderbetreuung der Gemeinde und hat viel Spaß.
  • Der gebuchte Familien-Jahresurlaub steht auf dem Prüfstand und wird eventuell storniert.
  • Mögliche kürzere Alternativen für den Urlaub zum selben Zeitpunkt werden geprüft.
  • Mögliche Alternativziele zu einem späteren Zeitpunkt werden recherchiert.
  • Ostern steht vor der Tür und im Umfeld der kleinen Chefin kursiert die Wahrheit über den Osterhasen.
  • Die Klimaanlage vom Auto ist kaputt und beim Bremsen rattert es vorne rechts.

 

.

Amen

Papa: “Sag mal, was habt ihr denn eigentlich bisher so in Religion gemacht?”
Kleine Chefin: “Heute schauen wir einen Film.”
Papa: “Worüber denn?”
Kleine Chefin: “Weiß ich nicht. Damit fangen wir ein neues Thema an.”
Papa: “Was habt ihr denn bisher so gemacht?”
Kleine Chefin: “Weiß nicht genau. Beten, beten, beten, beten … singen.”

Achtung, bissig!

Die kleine Chefin ist eigentlich wirklich ein famoses Mädchen. Freundlich, höflich und lustig. Sie kommt in der Schule mehr als gut mit und ist beliebt. Aber sie hat auch einen Haken, wenn man das so sagen darf. Sie ist unglaublich verträumt. Das fällt auch ihrer Lehrerin auf. Immer wieder sitzt sie mit am Tisch, aber ist nicht dabei, merkt nicht, wenn sie angesprochen wird oder stellt Fragen, die eine Minute vorher beantwortet wurden.

Klar, das gehört dazu, dass Kinder auch mal Träumen, aber so ein klein wenig müsste sie sich das schon abgewöhnen, denn zum Beispiel bei Schulaufgaben neigt sie dadurch zu Flüchtigkeitsfehlern, vergisst Wörter aufzuschreiben oder versteht manchmal auch Aufgaben falsch. Sie haben nun immer wieder einmal Leseproben. Sie bekommen also einen Text zu lesen und im Anschluss stehen Fragen zu dem Text. Es wird also überprüft, ob sie nicht nur lesen können, sondern auch dabei verstehen, was sie lesen. Beim ersten solchen Test, er ging über Eisbären, hatte sie einen Fehler in den Fragen. Nämlich auf die Frage, wie viele Junge eine Eisbärin normalerweise bekommt (sie bekommen zwischen ein und vier Junge, aber meistens zwei) kreuzte sie an “Eisbären bekommen immer ein Junges” statt “Sie bekommen in der Regel zwei Junge”.

Die Nachforschung, wie es zu dem Fehler kam ergab: sie hatte die Aufgabenstellung wohl nicht ganz mitbekommen. Diese lautete: “Lies den Text und beantworte die Fragen. Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst, lies noch einmal im Text nach.” Unsere Tochter hörte allerdings das erste “Lies den Text und” nicht, sondern nur ab “Beantworte die Fragen …”. Sie hatte also die Fragen beantwortet und den Text nicht ein einziges Mal gelesen. Okay, schon beeindruckend, dass sie sonst alle Fragen richtig beantworten konnte. Die Einzelkindantwort hatte sie sich vom kleinen Eisbär Lars abgeleitet, der ja auch keine Geschwister hat. Hätte sie nicht geträumt, hätte sie den Text auch gelesen …

Aber das Träumen geht leider noch weiter. So träumt sie auch beim Trinken. So sehr, dass sie nun plötzlich innerhalb von drei Tagen zwei Gläser zerbissen hat. Einfach so. Aus Versehen. Mitten im Trinken. Beim ersten Mal ein sehr dünnes Glas, kann also passieren dachte ich, aber beim zweiten Mal ein Cola-Glas. Das ist ja nun auch nicht ganz ungefährlich. Einen Minischnitt an der Lippe hatte sie dann beim Cola-Glas auch. Mein Bruder hat dies als Kind auch gemacht, aber er hat damit sicherlich nicht mit sieben Jahren angefangen.

Cola-Glas

Es wäre uns also wirklich sehr Recht, wenn sie etwas weniger Träumen würde. Dann könnten wir sicherlich auch das Trinkverbot aus Gläsern wieder aufheben, denn aktuell darf sie nur noch aus Plastikbechern trinken.

.

Echte Kinder (Video)

Wurde mal wieder Zeit, ein neues Video für die beiden kleinen Chefs zu erstellen und auch bei den Specials einzustellen. Passwort ist das bekannte Passwort für die Videos.
.

.

Zaunpfähle, die vergeblich winken

Erneut ein Strohwitwerwochenende. Die Frau ist auf einem Trainerseminar und ich bin daheim und hüte die bindehautentzündeten Kinder. Beim Herrichten des Frühstückstisches kämpfe ich daher also alleine auf weiter Flur, als plötzlich die kleine Chefin und der kleine Chef im Schlafanzug mit fragendem Gesichtsausdruck um die Ecke kommen. Kurz hoffe ich auf Hilfe beim Tisch decken, aber weit gefehlt:

Beide kleine Chefs: “Dürfen wir hoch gehen und oben spielen?”
Papa: “Ja, ihr dürft auch hochgehen, obwohl ich es super fände, wenn ihr mir stattdessen beim Frühstück machen helfen würdet.”
Beide kleine Chefs: “Ah …”

Und sie verschwanden aus der Küche und zogen nach oben zum spielen.

Notiz an mich selbst: Weniger versteckte Aussagen und dafür mehr klare Ansagen.

.

Männerwochenende

Strohwitwer sind wir. Der kleine Chef und ich. Zumindest für dieses Wochenende, denn die beiden Frauen weilen auf einem Hockeyturnier. Leider spielt das Wetter nicht so ganz mit, denn die Sonnentage legen eine Pause ein und heute war es grau und windig und teilweise nass. Also anderweitig eine Beschäftigung mit dem kleinen Chef finden.

Morgens erst einmal kuscheln im Bett. Nicht ganz uneigennützig, denn nach einem kurzen Aufstehen um 4.30 Uhr, um den beiden Mädels beim Aufbruch zu helfen, wurde ich dann um 6.23 Uhr das zweite Mal geweckt. Der kleine Chef war bereit in den Tag zu starten. Mit kuscheln, zum Spielen schicken und noch einmal kuscheln konnte ich das Aufstehen zumindest bis 8.00 Uhr herauszögern.

Dann also los zum Bäcker. Der kleine Chef wollte alleine zu Hause bleiben (hätte seine Schwester niemals gemacht. Nicht in dem Alter) und durfte dafür “Kleiner blauer Elefant” schauen. Schnell noch einmal geklärt, wie er mich anrufen kann, falls etwas wäre und dann ab zum Bäcker. Dort klingelte dann auch gleich mein Handy … der Elefant sei aus, was er tun solle. Also bitte den Fernseher ausmachen, ich bin gleich daheim. Ohne Gegenwehr befolgte er diese Idee, sehr zu meiner Überraschung.

Danach auf seinen Wunsch ab zum Altglas wegbringen. Hier gibt es unterirdische Container mit Einwurf der Flaschen in Kinderhöhe, also ein Traum für ihn. Danach noch in die Waschanlage, ein weiteres Highlight. Wieder daheim dann gemalt, gespielt, auch etwas TV gesehen, in der Badewanne gewesen … also ein richtig netter Tag dafür, dass draußen nicht viel machbar war. Sogar noch eine Einladung für morgen zum Frühstück bei Freunden bekommen, der Familie G. Wahrscheinlich aus Angst, dass sich Männer alleine nicht versorgen können, zumindest nicht adäquat ;) Auch dies gefiel dem kleinen Chef sehr.

Abends dann im Bett nach dem Vorlesen beim Kuscheln hielt ich noch einmal fest, dass mir der Tag mit ihm gut gefallen habe und ich den sehr nett und lustig fand.

Aber gell Papa? Morgen bei den Gs wird es bestimmt noch schöner!”

Gut, muss wohl an meinem Männerprogramm noch etwas feilen, bevor es auch den kleinen Chef überzeugen kann.

.

Striche kochen


Kleiner Chef: “Ich wollt doch die Mama noch was fragen.”
Papa: “Was denn?”
Kleiner Chef: “Ob sie mir noch so Dinger macht.”
Papa: “Was denn für Dinger?”
Kleiner Chef: “Diese … Dinger … diese … wie heißen die noch?”
Papa: “Was denn?”
Kleiner Chef: “Diese Striche!”
Papa: “Was denn für Striche?”
Kleiner Chef: “Na so einen …. Strich!”
Mama: “Was denn für einen Strich?”
Kleiner Chef: “Na so einen dicken Strich?”
Mama: “Was für einen dicken Strich?”
Kleiner Chef: “Den du mir schon einmal gekocht hast!”
Mama: “Fischstäbchen?”
Kleiner Chef: “Jaaaaa! Fischstäbchen! Machst du mir Fischstäbchen?”

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 402 Followern an