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Neues vom Zwergenaufstand

Der Start in den Tag

Verfasst von Papa am 26. Juni 2009

Wie ist ihr morgendlicher Ablauf? In etwa so?

  • Der Wecker klingelt.
  • Man wird aus einem schönen Traum gerissen.
  • Man macht den Wecker aus und sammelt sich so langsam.
  • Wo ist man? Was war Traum, was ist Realität?
  • Langsam kommt der Wachzustand. Ganz langsam.
  • Zunächst wird noch ein klein wenig gedöst und geträumt.
  • Dann steht man so langsam auf, um sich fertig zu machen.
  • Die Stimmbänder werden aber noch geschont. Nur der Körper geht in den Wachzustand.
  • Man trottet ins Bad und gönnt sich eine ausgiebige Dusche.
  • Langsam kehrt Leben in den Körper, aber das Verlangen nach Unterhaltungen und Dialogen ist noch nicht da.
  • In Ruhe zieht man sich an.
  • Man geht in die Küche und kocht einen Kaffee
  • Nach dem Kaffee (und evtl. einen Frühstück) beginnt man tatsächlich erste Dialoge mit dem Partner.

Ja? Ist das so? Gut getroffen? Schön für Sie! Unser morgendlicher Ablauf sieht in etwa so aus:

  • „Paapaaa“ ertönt es aus dem Kinderzimmer
  • Man wird aus einem schönen Traum gerissen.
  • Ein Blick auf den Wecker verrät: Er war nicht der Übeltäter. Er piept erst in 5 Minuten.
  • „Paapaaa“ ertönt es erneut.
  • Man wuchtet seinen schlaftrunkenen Körper in die Höhe und schleppt sich ins Kinderzimmer.
  • Man packt sich das Kindelein und brummelt ein halb verständliches „Guten Morgen“ und schleppt es ins Schlafzimmer.
  • Man legt das Kindlein in die Mitte des Bettes und hofft auf 5 Minuten Ruhe (die einem der Wecker noch gönnt).
  • Direkt neben dem Ohr beginnt ein fröhliches Plappern und Erzählen. Die gute Laune der Stimme passt irgendwie nicht zur Uhrzeit.
  • Trotz beharrlich geschlossener Augen prallen alle 3 Sekunden irgendwelche Anmerkungen, Fragen und Geschichten auf das Trommelfell.
  • Man nötigt seine Stimmbänder zu Äußerungen wie „Schön!“, „Toll!“, „Ja.“ und „Hmmm“
  • Der Wecker klingelt.
  • Man macht den Wecker aus und vermisst die Phase des Dösens und Träumens.
  • Weiter prallen alle 3 Sekunden irgendwelche Anmerkungen, Fragen und Geschichten auf das Trommelfell, welches alles andere als bereit ist für diesen Informationsüberfluss um diese Uhrzeit.
  • Bevor man auch nur halbwegs in die Reichweite des dringend nötigen Kaffees gelangt, welcher Stimmbänder schmiert, Trommelfelle lockert, Stimmungen hebt, Konversationen unterstützt, hat man schon Dialoge geführt, die früher für den kompletten Vormittag bis mindestens 13.30 Uhr ausreichend gewesen wären.

Manchmal vermisse ich ein ganz klein wenig die 5 Minuten des Dösens, Erwachens und Träumens und die Ruhe vor dem ersten Kaffee.

Eine Antwort zu “Der Start in den Tag”

  1. belllila sagte

    Version No 2 trifft auch auf uns zu. Vorallen die Beschreibung mit den kurz angebundenen Äußerungen. Und dann will das Kind auch noch eine Geschichte vorgelesen haben. Manchmal bin ich noch so verschlafen, das ich noch nicht mal eine Stimme habe zum vorlesen …

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