Wer ist der Chef?

Neues vom Zwergenaufstand

Archiv für die Kategorie ‘Urlaub’

Old MacDonald

Verfasst von Papa am 18. Juli 2009

Hier also nun noch der restliche Urlaubsbericht, etwas geschnipselt …

Wir haben ja schon das Eine oder Andere berichtet, aber daneben gab es natürlich noch mehr auf dem Bauernhof zu erleben. Da war natürlich das dreirädrige Kettcar mit Beifahrersitz, welches unglaublich anstrengend zu fahren war, was aber die kleine Chefin recht wenig beeindruckte. Sie saß ja auch nur auf dem Beifahrersitz und ließ sich chauffieren. Daher war ich auch heilfroh, dass noch andere Kinder auf dem Hof waren. Allen voran Christian, der immer wieder bis zur Erschöpfung mit der kleinen Chefin fuhr. Übrigens dauerte „bis zur Erschöpfung“ bei ihm deutlich länger als bei mir …

Sein jüngerer Bruder Simon war auch noch mit von der Partie, aber beim Kettcar eher als Außenbordmotor tätig, statt selber zu fahren. Wo er allerdings ganz vorne mit von der Partie war, war bei der großen Grasschlacht, die der Bauer im Hof initiierte und bei der insgesamt 7 Kinder sich mit Gras bewarfen, es sich gegenseitig in die T-Shirts stopften und sich völlig verausgabten. Die kleine Chefin fand das auch super, aber beobachtete die 7 lieber von einer sicheren Stelle aus, als auch nocht mit zu mischen.

Christian, der ja an den ersten Tagen die Nummer 1 der kleinen Chefin war, wurde dann in der Gunst durch Lucy abgelöst. Eine 8-jährige, die wirklich super mit der kleinen Chefin Dinge unternahm, auf Entdeckungstour ging und auch Kettcar fuhr. Das zweite 8-jährige Mädchen, Isabel, wurde von der kleinen Chefin meist Isabelbelbel genannt, war in der Gunst aber deutlich hinter Lucy. Aber das waren wir ja alle ;)

Die Heuburg, ein Stall, in dem Heuballen so gestapelt und gelagert waren, dass ein toller Raum für Kinder zum toben entstand und in dem in 2m Höhe ein Rundgang aus Heuballen und Holzbohlen angelegt war, war auch genau nach dem Geschmack der kleinen Chefin. Bei diesem Rundlauf waren auch die eine oder andere Stufe oder Lücke eingebaut, so dass er durchaus anspruchsvoll war. Hier konnte sie wirklich ausgiebig toben, klettern, probieren und sich erleben.

Ein anderer toller Raum war natürlich der Stall der Hasen und Meerschweinchen. Gut, die Meerschweinchen nahm die kleine Chefin mal eben zur Kenntnis, aber neben den Hasen waren sie doch gänzlich abgeschrieben. Kann ich aber auch verstehen. So kleine weiche Hasen/Kaninchen auf dem Arm sind doch schon was anderes.

Beim Sandkasten nebst Rutsche und Schaukel war die kleine Chefin natürlich auch gerne zu finden. Dabei war auch eine Betonröhre mit etwa 1m Durchmesser, welches etwa 10 Meter durch einen kleinen Hügel hindurch führte. Stockdunkel, aber kein Hindernis für die kleine Chefin. Nur einmal wäre sie beinahe nicht durchgekommen. Der Ausgang wurde nämlich von einem unglaublichen Monster namens „Nacktschnecke“ beschützt. Hier zeigte die kleine Chefin, dass sie doch ein echtes Mädchen ist:
Zwerg: „Ist das Papa?“
Papa: „Das ist eine Schnecke.“
Zwerg: „Machs du das weg?“

Ansonsten wäre sie wohl noch heute in der Röhre ;)

Weiterer Höhepunkt die beiden Besuche im Hallenbad. Das war aber auch ein wirklich schönes Bad mit einem tollen Babybecken, in dem allerlei Spiezeug für die Allgemeinheit zur Verfügung stand und in dem ein kleine Rutsche für Vergnügen sorgte. Am zweiten Tag hat die kleine Chefin sich dann auch immer den Umweg über die Treppe gespart und ist die Rutsche einfach wieder barfuß hochgelaufen. Ab und an nur zur Hälfte und dann ging es dank rutschigem Boden wieder auf den Knien oder dem Bauch unfreiwillig früher hinunter. Aber insgesamt war die Rutsche so toll, dass sie vor lauter rutschen abends einen blauen Fleck am Allerwertesten hatte …

Und das absolute Highlight im Hallenbad war das Strömungsbecken, welches eine ordentliche Strömung im Kreis mit etwa 6m Durchmesser drehen ließ. Highlight deswegen, weil sie hier mit Dummdodeln tatsächlich alleine schwimmen konnte. Zwar immer Mama, Papa in Reichweite, aber ansonsten alleine von der Strömung angetrieben und den Dummdodeln getragen. Dementsprechend schwierig war es natürlich auch, sie wieder aus dem Wasser zu bekommen. So ein Schwimmbad fehlt uns hier daheim definitiv!

So, damit ist der Urlaubsbericht nun also abgeschlossen …

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Hoppe hoppe Reiter

Verfasst von Papa am 17. Juli 2009

Was wäre ein Bauernhof ohne Pferde und Ponys? Richtig … er wäre für Mädchen langweilig(er). Aber zum Glück hatte dieser Bauernhof ja 21 Pferde plus einige Ponys. Um die Größenverhältnisse nicht gänzlich überzustrapazieren haben wir uns natürlich eher an die Ponys gehalten. An laura, um genau zu sein. Ein gutmütiges verfressenes älteres Pony. Dieses wurde also ab und an gesattelt und dann durfte die kleine Chefin darauf reiten. Natürlich ohne Zügel, dafür aber mit Haltestrick am Sattel und Helm. Geführt wurde Laura dann von Mama oder Papa.

Stolz wie Bolle war sie da auf dem Rücken von Laura, mit einem ständigen leichten Grinsen im Gesicht. Am letzten Tag sind wir sogar etwas getrabt. Hat sie richtig gut gemacht und saß da drauf, asl hätte sie sich noch nie anders fortbewegt.

Nur einmal zwischendrin dachten wir, jetzt hat sie keine Lust mehr auf Reiten. Laura versuchte wirklich jedes Büschelchen Klee, welches in unserem Weg auftauchte, zu fressen. Da mussten wir ganz schön aufpassen, weil sie nämlich während des Reitens nciht fressen soll. Einmal ist sie aber ausgekommen. Bergab. Im flotten Schritt. Kopf runter und Vollbremsung. Damit hatte keiner gerechnet, die kleine Chefin auch nicht. Sie hielt sich aber tapfer am Haltestrick fest, machte eine Purzelbaum über Lauras Kopf und wurde dort von Papa aufgefangen. Hat sie aber super gemacht. Hätte sie sich nicht so gut festgehalten, wäre sie kopfüber abgestiegen und ich hätte sie wohl nicht mehr fangen können.

Einziger Kommentar der kleinen Chefin war ein lachendes: „Pubaum macht!“
Wenn es weiter nichts ist … ;)

Als wir dann wieder daheim waren, also ganz daheim, nach dem Urlaub, fragte sie mich noch beim Bäcker, ob wir nach dem Frühstück wieder reiten gehen. Ging natürlich leider nicht. Auch ihr Vorschlag, nach dem Frühstück zum Bauernhof zu fahren wurde dann doch nicht umgesetzt. Aber ich denke, wir müssen das definitiv wiederholen.

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Der mit dem Wolf tanzt

Verfasst von Papa am 15. Juli 2009

Ja ich gebe zu, wir haben nicht mit dem Wolf getanzt. Aber zumindest mit einem Indianer. Okay, nicht wir, die Kinder. Jaja, nicht unser Kind, aber die anderen und wir waren hautnah dabei. So!

Wir waren nämlich in einer Westernstadt und die fand die kleine Chefin wirklich super. Angefangen haben wir mit einer Kutschenfahrt in einem Planwagen einmal rund um die ganze Westernstadt. Da begann der Tag doch gleich richtig schön für so ein kleines Mädchenherz. Gefolgt wurde das dann von ausgiebigem Spielen auf einem Spielplatz und danach kam Highlight Nummer zwei. Nämlich der Indianer. Ein waschechter Indianer tanzte ein paar Indianertänze und beim letzten durften alle Kinder mittanzen. Das hat sich unsere zwar nicht getraut, aber fleißig geklatscht hat sie … und mal ehrlich, war ja auch ein stattlicher Indianer.

Indianer

Aber das absolute Highlight war dann die Vorführung des Messerwerfers und des Peitschenhelden … warum lässt sich in Worten kaum beschreiben, deswegen wieder mal als Video:

Übrigens ist ihr noch beim Sitzen auf Papas Schultern das linke Bein eingeschlafen. Das kannte sie bis dato noch nicht, weswegen sie natürlich auch erst einmal weinte (war ja auch schon fix und fertig die Kleine). Aber nachdem wir ihr erklärt hatten, was das war, war alles in Ordnung. Und zurück musste sie das natürlich auch gleich Dida und Doda erzählen:
„Mein Bein einschlafen ist.“ Und sehr empört fügte sie hinzu: „Ohne mich!!!“

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Glenkill

Verfasst von Papa am 14. Juli 2009

Ganz hoch im Kurs stand ein Kettcar. Kein normales, sondern ein großes dreirädriges mit Beifahrersitz. Mit diesem ließ sich die kleine Chefin ständig herumkutschieren. Meistens vom Papa, manchmal vom Doda und auch ab und an von anderen Kindern am Hof. Aber ich muss gestehen, dass dieses Ding doch ganz schön Kraft forderte, zumal nur wenig ebene Wege zu finden waren. Aber Spaß hat es gemacht … wildes Gekreische einer Zweieinhalbjährigen unterstrich dies.

Auch bei einer dieser Fahrten wurde es dann auf einmal ganz spannend. Erst sahen wir zu wie Anita, die Bäuerin, einen Pferdeanhänger an das Auto ankoppelte … höchstinteressant befand die kleine Chefin. Etwa 15 Minuten später kehrte sie zurück und rief gleich unseren Zwerg zu sich. Voller Neugier rannte diese also zu ihr hin und ihre Augen wurden immer größer und strahlten immer heller. Im Pferdeanhänger waren keine Pferde, sondern ein Mutterschaf mit zwei ganz frischen Lämmchen …

Nach kurzer Streicheleinheit kamen diese dann in den Stall und wir natürlich hinterher. Unvorstellbar, wie laut ca 30 Jungschafe in einem Stall sein können … ein Geblöke vom Feinsten.

Und gelernt haben wir auch etwas. Schafe machen nicht nur „Määää“, sondern auch „Mööööö“

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Die Wände haben Ohren

Verfasst von Papa am 13. Juli 2009

An einigen Abenden fanden wir uns mit ein paar anderen Gästen mit denen wir uns gut verstanden im Gemeinschaftsraum wieder. Hier wurde dann feucht-fröhlich dummes Zeug geschwätzt, gewichtige Dinge besprochen, die Politik in der Theorie verbessert und natürlich auch über andere gelästert. Unter anderem auch über die Familie, die ebenfalls Urlaub auf dem Bauernhof machten und durchaus nett waren, jedoch sehr das Klischee der Vorzeigealternativen passten.

Es passte einfach alles ins Gesamtbild. Wie Mosaiksteinchen fügten sich die einzelnen Punkte, die jeder für sich nicht thematisiert worden wären (zumindest nicht in diesem Ausmaß), zu einem Gesamtbild zusammen. Angefangen beim Beruf (Sozialpädagoge), über die Namen der Mutter (die komplette 14 Tage mit einem falschen Vornamen von der Bauersfamilie angesprochen wurde) und der 3 Kinder (deren Namen will ich hier nicht nennen, nur so viel: in der Schule werden sie definitiv keinen Namensvetter finden) bis hin zum halbstündigen Ausdiskutieren ohne endlich mal eine klare Ansage an die Kinder zu geben.

Tja, wir in unserem Gemeinschaftsraum hatten uns gesucht und gefunden und eben durchaus so unsere Gedanken zum Thema gemacht und kommuniziert.

Wass will uns nun aber die Mutter sagen, die am nächsten Tag meinte, die Wände seien sehr hellhörig und der Gemeinschaftsraum grenze an ihr Quartier. Waren wir einfach nur etwas zu laut, oder hat sie tatsächlich alles verstanden, was wir da so von uns gegeben haben? Wenn das Zweitere richtig ist, dann hatten wir wohl Glück, dass sie so durch und durch alternativ waren ;)

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