Wer ist der Chef?

Neues vom Zwergenaufstand

Archiv für die Kategorie ‘Zwerg’

Wie du meinst

Verfasst von Papa am 27. November 2009

Das ist derzeit einer der Lieblingssprüche der kleinen Chefin: „Wie du meinst …“ mit einem leicht resignierenden Unterton.

Papa: „Magst du die Brezn nicht mehr? Darf ich die dann essen?“
Zwerg: „Wie du meinst …“

Zwerg: „Kann ich ein Eis haben?“
Papa: „Na, vorm Essen gibt es jetzt kein Eis mehr. Wenn du gut isst, dann als Nachtisch.“
Zwerg: „Wie du meinst …“

Papa: „Dann lass uns erst einmal aufräumen, bevor wir was neues Anfangen!“
Zwerg: „Wie du meinst …“

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Tohuwabohu

Verfasst von Mama am 20. November 2009

Jetzt geht es hier richtig drunter und drüber. Ich versuche mal zusammenzufassen.

  • Mein Test war negativ, somit konnte ich das Tamiflu absetzen (geht doch positiv los).
  • Meine Brustentzündung ist zwar besser, aber bei weitem nicht weg. Sprich: Fieber ist nun zumindest nur noch zwischen 37° und 38°, aber ab sofort bekomme ich Antibiotikum und soll eigentlich Bettruhe halten (sehr witzig).
  • Die kleine Chefin kann derzeit wieder nicht in den Kindergarten, da sie richtig rumfiebert. Heute morgen 38,5° C … also hat sie dieses Jahr nicht nur ihren ersten Laternenumzug im Kindergarten mit Kürbisfest verpasst, sondern heute auch noch den Fotografen.
  • Der Papa ist erneut krank geschrieben, da nun noch ein fieser Husten dazugekommen ist. Knorztrocken, aber übel. Hat heute mal locker 2 Stunden Mittagsschlaf gemacht (hat er wohl seit ich ihn kenne 5 Mal gemacht) und pennt seit 18.00 Uhr schon wieder auf der Couch. (Kann mir den jemand hoch ins Bett tragen?)
  • Der kleine Chef scheint noch verschont zu sein (also noch was positives).
    Die kleine Chefin leidet nun noch neben Fieber an ziemlicher Eifersucht. Zeigt sich nicht durch Aggressionen, sondern durch Traurigkeit. Sie hat totale Gefühlsschwankungen und gerade gegen Abend dann richtig schlimm. Heute wollte sie dann bei Mama und Papa im Bett schlafen, da der kleine Chef auch bei uns im Zimmer liegt. Aber gerade mit unserem Lazarett macht das gar keinen Sinn. Sobald der Kleine durchschläft, soll er ohnehin zu ihr ins Zimmer und nicht mehr bei uns liegen. Aber das dauert ja noch ein paar Wochen. Also lag ich heute bei ihr im Bett, bis sie schlief, während in einem anderen Zimmer der kleine Chef brüllte, weil sich keiner um ihn kümmerte.

Ganz ehrlich, ich kann nicht mehr und bin gerade total fertig. Und ausgerechnet jetzt sind Oma und Opa nicht da. Wobei die kleine Chefin wahrscheinlich diese Betreuung auch nur widerwillig annehmen würde, wenn der kleine Chef so lange bei Mama und Papa bleiben würde, weil er ja gestillt werden muss.

So, das war es erst einmal, der Göttergatte erwacht. Ja klar, jetzt wo die kleine Chefin schläft und der kleine Chef gestillt ist.

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Selbständig

Verfasst von Papa am 17. November 2009

Wir sind immer wieder total begeistert, was die kleine Chefin mittlerweile schon so alles kann.

Gestern meinte sie plötzlich im Wohnzimmer „Will Apfelsaft trinken. … Ich hol mir!“ und weg war sie. Mit ganz leichtem mulmigen Gefühl ließen wir sie machen … Putzzeug hätten wir ja da. Nach kurzem kam sie mit einem Glas Apfelsaft zurück und klammheimlich überprüfte ich dann mal die Küche.

Sie hatte ihren Hocker genutzt, um an die Gläser zu kommen und hat diesen danach wieder aufgeräumt. Außerdem war der Schrank wieder geschlossen. Ebenso der Kühlschrank und die Tüte Apfelsaft, die sie aus dem Kühlschrank geholt und geöffnet hatte. Und alles wieder aufgeräumt und kein Tropfen auf dem Boden.

Muss zugeben … wir waren (glaube ich) etwa stolzer als sie selbst. :)

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Party

Verfasst von Papa am 16. November 2009

Gestern, als ich gerade am kochen war und die Mama beim stillen und wickeln, da spielte die kleine Chefin ganz alleine etwas herum und ab und an hörte cih, wie sie die Haustür öffnete und wieder schloss. Nachdem aber gerade keiner Zeit hatte, mit ihr zu spielen, ließ ich sie einfach gewähren. Etwas später Fußgetrappel auf der Treppe nach oben. Dann wieder Fußgetrappel nach unten, die Tür wird geöffnet, wieder geschlossen und Fußgetrappel nach oben. Das wiederholte sich noch zweimal. Dann fragte Mama doch mal nach, was sie denn da mache.

Zwerg: „Na Besuch kommt.“

Dann zählte sie auf, wer schon alles da sei und wer noch komme. Die kleine Chefin schmiss also mal eine spontane Party. Insgesamt nahmen wohl 5 oder 6 Gäste daran Teil :)

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Gefühlschaos

Verfasst von Papa am 15. November 2009

Uns war ja ohnehin klar, dass die kleine Chefin auch eifersüchtig sein wird. Ganz ohne Eifersucht geht es einfach nicht und ich fände es auch unnormal, wenn es überhaupt keine Eifersucht gäbe.

Eine Freundin las mal in einem Buch zum Thema „Zweites Kind“ einen guten Vergleich, wie sich das erste Kind dabei fühlt.

„Stellen Sie sich vor, sie kommen abends nach Hause und auf der Couch sitzt eine andere Frau. Ihr Mann sagt dazu nur: Schau Schatz, diese Frau habe ich genauso lieb wie dich und ab heute wohnt sie hier. Das ändert aber nichts an der Beziehung zwischen uns und meinen Gefühlen zu dir.“

Letztlich ist die neue Situation nichts anderes für die kleine Chefin.

Nun herrscht hier für die kleine Chefin natürlich ein völliges Gefühlschaos. Zum einen findet sie den kleinen Bruder super. Zum anderen, nimmt er aber Aufmerksamkeit weg und sie steht nicht mehr im alleinigen Mittelpunkt. Wie also damit umgehen? Derzeit schafft sie das, indem sie andere „Sündenböcke“ quasi „bestraft“. Also der kleine Chef wird geliebt, betüdelt, bespielt. Dafür werden Mama und Papa ab und an abgelehnt. Und auch bis an die Grenzen gereizt. Hier versuchen wir ihr immer dann weniger Aufmerksamkeit zu schenken, dafür aber mehr Aufmerksamkeit, wenn sie „lieb ist“ … die Supernanny wäre bestimmt stolz auf uns.

Daneben müssen auch andere leiden. Ihre Puppen Luca und Holly werden einerseits geliebt und müssen überall mit hin. Andererseits werden sie verstoßen „Will nicht Lucas Mama sein. Und auch nicht seine Schwester.“

Man merkt also, dass sie die neue Situation derzeit unglaublich merkwürdig findet. Einerseits toll, andererseits blöd. Und das ganze phasenweise.

Aber das ganze wird sich einpendeln … das hat es sich doch bei jedem. Dieses Gefühlschaos wird sich aber nochmals wiederholen. Nein, wir wollen kein drittes Kind. Aber die Pubertät kommt ja auch noch …

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