Wer ist der Chef?

Neues vom Zwergenaufstand

Archiv für die Kategorie ‘Zwergenaufstand’

Zwergenaufstand vom Feinsten

Verfasst von Mama am 14. Oktober 2009

Gestern habe ich die kleine Chefin wie immer vom Kindergarten abgeholt. Da ich auf Grund des Wetters nicht ganz sicher war, ob sie im Garten sind, kam ich relativ pünktlich. Am Vortag wurde ich nämlich schon im Flur erwartet, drei Kinder in voller Montur (Jacke,Schuhe und Rucksack am Rücken) auf der Garderobenbank sitzend, wie sie sich mit der Kindergärtnerin unterhalten haben. Sehr süßer Anblick.
Gestern waren sie aber doch draußen und wegen des Turnens auch leider noch nicht wirklich lange. Also, wie sollte es anders sein, meine Tochter wollte natürlich mal wieder nicht mit nach Hause. Nachdem sie noch ein bischen toben durfte, kam sie dann doch (ohne Zwergenaufstand) mit. Allerdings war sie den Tränen nahe, weil sie sich von einer Betreuerin nicht verabschieden konnte (sie war gerade nicht auffindbar) und das ist für den Zwerg momentan sehr wichtig. Sie muss sich jeden Tag von jeder einzelnen Betreuerin ihrer Gruppe persönlich verabschieden. Sehr süß, wenn denn auch alle auffindbar sind, ansonsten eher anstrengend.
Das war also schon das erste Anzeichen … sie ist MÜDE!!! Und was machen Kinder wenn sie Müde sind? NEIN, keinen Mittagsschlaf!!! Sie versuchen ihren Kopf durchzusetzen und sei es noch so hirnrissig.

Die kleine Chefin wollte auf den Arm und von mir ins Haus getragen werden, da ich aber Schuhe, Jacke, Rucksack und meine Tasche (und außerdem meinen Schwangerenbauch) zu tragen hatte war das nicht möglich und sie musste laufen. Aber im Haus angekommen bildete der Zwerg sich doch tatsächlich ein, noch mal raus zu gehen und getragen zu werden. So ein Schwachsinn:
1. Wir waren bereits drin.
2. 3 Wochen vor Geburt will ich sie eh nicht mehr so viel tragen.
3. Wir waren bereits drin!!
4. Es hat geregnet und war kalt
Außerdem waren wir bereits drin.

Ich habe mich also geweigert und angefangen Schuhe und Jacke auszuziehen. Der Zwerg ist total ausgeflippt, schreiend und kreischend hat sie mir immer wieder meine Schuhe nachgeschmissen hinterhergetragen und schluchzend erklärt, dass wir noch mal raus müssen, damit ich sie rein tragen kann. Ich hab dann tatsächlich die Haustür abgesperrt (sonst wäre sie alleine abgehauen) und bin rein ins Wohnzimmer. Da Madame noch in voller Montur samt Gummistiefel war durfte sie natürlich nicht mit. Also stand sie kreischend im Flur. Ich wechselte dann immer wieder zwischen gut zureden und wieder entnervt verschwinden ab und hoffte einfach, es möge irgendwann vorrüber gehen. Nach einer guten halben Stunde (gefühlte 3 Stunden) habe ich dann auch gewonnen. Sie hat sich beruhigt, Regensachen ausgezogen und ist mit rein als wäre nichts gewesen.

Nach einem harmonischen (hier ist in der Tat keine Ironie und kein Sarkassmus versteckt, es war wirklich harmonisch) Mittagessen dachte ich, man könnte sich doch jetzt noch zusammen ins Bett kuscheln, aber daraus wurde leider nichts, denn die kleine Chefin war sich sicher, nicht müde zu sein. Naja, dann habe ich davor wohl was falsch verstanden.

Mit etwas Glück haben diese beiden Zwergenaufstände hintereinander dann gereicht, dass diese Phase sich nicht weiter ausdehnt …

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Eskalation

Verfasst von Papa am 12. Oktober 2009

Na aber hallo … das nenne ich aber mal Zwergenaufstand … aber so rischdisch. Holla die Waldfee, quasi.

Die kleine Chefin war heute ja eine kleine Mittagsschlafverweigerin aber dafür erstaunlich gut drauf, den Tag über. Selbst abends noch, als ich Heim kam und ich kam heute leider etwas später Heim. Aber ich wurde freudestrahlend begrüßt, wir konnten noch etwas herumtoben und quatsch machen und hatten noch so einigen Spaß. Aber ganz so entspannt sollte der Abend dann nicht bleiben.

Anstatt beim zu Bett gehen halbwegs vernünftig mitzuspielen, spielte die kleine Chefin auf Zeit. Aber so richtig. Ohren auf Durchzug und keinerlei Bereitschaft auch nur ansatzweise mitzumachen. Also wurde nach 5maligem „Bitte“ sagen der Ton langsam etwas unharmonischer. Was diesmal aber nur bedingten Erfolg aufwies. Die kleine Chefin legte es diesmal wirklich drauf an zu testen, wie viel Wahrheit hinter Mamas und Papas Drohungen denn so stecken würden. Also wurde auch das klassische „Bis 3 zählen“ auch locker 2 mal ignoriert. Also waren wir diesmal wirklich im Zugzwang, konsequent zu bleiben (was andere schon hinter sich haben).

Also wurde heute zunächst die kleine Chefin etwas robuster zum Zähneputzen hingesetzt, da sie trotz mehrfachem „Kann selbst hinsetzen“ keinerlei Anzeichen zeigte, dies auch zu beweisen. Währenddessen gab Papa ihr die Chance noch mitzuziehen, ansonsten dürfe sie heute den Rolladen nicht zu machen, sondern Papa würde dies machen. Tja, die Drohung wurde nicht ernst genommen … bis Papa (nach weiteren Minuten des Diskutierens und Argumentierens) den Rolladen schloß und die kleine Chefin tatsächlich dies nicht selbst machen durfte.

Ab da: Amoklauf. Kreischen, Weinen, auf den Schrank klettern und doch noch versuchen, den Rolladen zu betätigen. Aber diesmal war doch Schluss. Und selbst hier spielte sie noch damit, die Gute-Nacht-Geschichte aufs Spiel zu setzen. Sie steigerte sich nämlich 10 Minuten unglaublich in dieses Rolladengedöhns hinein und ließ sich quasi nicht mehr beruhigen. Aber diesmal ohne Chance. Auch wenn es uns in der Seele weh tat, aber wir wissen (hoffen?), dass es langfristig so der bessere Weg ist.

Nun sitzen wir auf der Couch, hörten die kleine Chefin noch einmal ein wenig im Babyphon jammern und Mama ist zu tode betrübt. Sie darf nämlich den Frust nicht im Alkohol ertränken …

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Bitter nötig

Verfasst von Papa am 9. Oktober 2009

Die kleine Chefin sollte unbedingt mal wieder richtig ausschlafen. Hat sie bitter nötig. Allerdings tippe ich auf Morgen früh 6.00 Uhr.

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Elternquälerei

Verfasst von Papa am 8. Oktober 2009

Was genau hat sie vor? Will sie uns mürbe machen? Sie heckt doch irgendetwas aus, wobei es nur störend wäre, wenn wir konzentriert wären. Schlafentzug fällt doch garanitert unter die Genfer Konventionen, oder nicht?

Da hält die kleine Chefin genau 0 Minuten Mittagsschlaf, hat anschließend Kinderturnen und ist abends nicht übermäßig müde, sondern nur normal-müde. Ganz im Gegensatz zu Mama, der der Mittagsschlaf deutlich abging. Also freuten wir uns zumindest auf eine kleine Chefin, die vernünftig schlafen würde.

Alle Hoffnung umsonst. Um 5.35 Uhr hörte ich Füße auf dem Schlafzimmerboden tapsen und hoffte inständig, dass Mama einen Krampf hätte und deswegen kurz aufgestanden sei. Mama hatte diese Hoffnung nicht, sie wusste nämlich, dass sie keinen Krampf hatte und noch im Bett lag.

Also wollte die kleine Chefin nun unbedingt zu uns ins Bett und fing so gleich an zu Jammern, als wir sie in ihr Bett zurück schicken wollten. Also ab zwischen Mama und Papa, da aber beständiges Gejammer. Anfangs wussten wir nicht genau, ob sie wirklich irgendetwas hätte, als sie aber zwischendurch fröhlich feststellte, dass draußen ein Vogel zwitscherte um dann sofort weiter zu jammern, um dann fröhlich zu fragen, ob sie heute in den Kindergarten gehen würde um dann sofort weiter zu jammern, da war uns klar: das Jammern war die einzige Möglichkeit NICHT ruhig zu sein, ohne sofort ein „Pshhhh“ von Mama oder Papa zu ernten.

Irgendwann riss mir dann doch der Geduldsfaden und ich drohte an, sie beim nächsten Mucks wieder in ihr Bett zu stecken. Das half. Für 5 Minuten … länger nicht.

Also dann um 6.20 Uhr (statt 6.45 Uhr) aufgestanden und den Wecker ausgemacht, was zu wildem gejammer und geweine führte, weil die kleine Chefin unbedingt den Wecker ausmachen wollte. Aber hier war ich nun konsequent und sagte, dass Mama und Papa noch schlafen wollten und dies auch nicht durften. Nun wollte sie eben den Wecker ausmachen und darf das auch nicht. (Sorry, um die Uhrzeit ist das wirklich nicht mehr Pädagogik drin).

Warum wir dann allerdings heute unglaublich spät dran waren, um in den Kindergarten zu kommen lag auch an der kleinen Chefin. Ihr fiel nämlich in dem Moment, als wir los wollten ein, dass sie noch Popo machen wolle …

Ich muss gestehen, morgens ist meine Geduld noch nicht ganz wach …

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Aktiv

Verfasst von Papa am 7. Oktober 2009

Kindlein verweigert heute den Mittagsschlaf, den Mama dringend bräuchte … Sie wird den doch nicht allgemein abschaffen?!?

StatusQuo: Mama liegt im Bett und verhält sich ruhig, kleine Chefin spielt in ihrem Zimmer.

Begründung: Zwerg: „Aber wenn ich die Augen zu mach seh ich nix.“

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