Wer ist der Chef?

Neues vom Zwergenaufstand

Mit ‘Nervenzusammenbruch’ verschlagwortete Einträge

Theorie und Praxis

Verfasst von Papa am 4. September 2009

Theoretische Prüfung

Zwerg gähnt beim Anziehen herzhaft
Papa: „Was war denn das?“
Zwerg: „Hab gähnt.“
Papa: „Und warum?“
Zwerg: „Weil ich müde bin.“
Papa: „Und was hätte man dagegen tun können?“
Zwerg: „Länger schlafen.“

Also ich würde sagen: Theoretische Prüfung mit Bravour bestanden.


Praktische Prüfung

Die kleine Chefin wird wach öffnet die Augen und steigt jammernd aus ihrem Bett.
Zwerg (heulend): „Ich will Wecker ausmachen.“
Papa: „Dann mach ich ihn noch einmal an, dann kannst du ihn ausmachen. Brauchst deswegen nicht weinen.“
Zwerg (heuelnd): „Aber ich will Wecker ausmachen.“
Papa: „Ja, ich mach ihn an und du machst ihn aus. Beruhige dich erst einmal.“
Zwerg (heulend): „Ich will doch Wecker ausmachen.“
Papa: „Vielleicht solltest du noch etwas schlafen, bist ja noch gar nicht wach.“
Zwerg: „Nein, will bielen.“

Praktische Prüfung Teil 1: durchgefallen

Papa hat sich gewaschen und Zähne geputzt und will sich nun anziehen.
Zwerg: „Geh mit Mama runter.“
Mama: „Ich geh jetzt nicht runter, ich mach mich jetzt auch fertig. Und dich machen wir auch gleich fertig.“
Zwerg (jammernd): „Aber ich muss runter.“
Papa: „Dann gehst du halt kurz runter. Aber ich ziehe mich jetzt an und wenn ich fertig bin, dann mache ich dich fertig. Wenn du aber unten bist, dann kann ich dich nicht fertig machen, dann muss die Mama das machen.“
Zwerg: „Nein. Du mich fertig machen.“
Papa: „Dann beeil dich. Wenn ich fertig bin und du bist noch unten, dann macht die Mama dich fertig. Ich muss zur Arbeit.“
Zwerg: „Ja.“
Zwerg trödelt herum.
Papa zieht sich langsam an.
Zwerg trödelt herum.
Papa zieht sich weiter an.
Zwerg trödelt weiter herum.
Papa ist fertig.
Papa: „So, dann mach ich dich jetzt auch fertig.“
Zwerg (heulend): „Neeeiiinnn. Ich will erster sein!“
Papa: „???“
Mama: „Der Papa ist doch immer vor dir angezogen. Und wenn ihr euch jetzt beeilt, dann bist du Erster vor der Mama.“
Zwerg (heulend): „Aber ich will Erster sein!“
Papa: „Dann beruhig dich jetzt, dass wir Zähne putzen können und du bist Erster vor Mama.“
Zwerg (heulend) „Aber ich will …“

Praktische Prüfung Teil 2: mit Pauken und Trompeten durchgefallen

Tja, Theorie und Praxis sind eben doch zwei Paar Schuhe ..

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Was ein Tag

Verfasst von Papa am 9. Juni 2009

Gestern war definitiv nicht mein Tag … nur einmal in kurzen Sätzen:

  • Morgens um kurz vor neun im Büro festgestellt, dass das Notebook noch daheim war … also nochmal 50km heim und 50km in die Arbeit gefahren und eine Stunde später angefangen.
  • Beim Abendessen kurz der kleinen Chefin was holen wollen und dabei über den Stuhl ihrer Puppe gestolpert (und herzhaft ausgelacht worden).
  • Um 22.30 Uhr findet die Liebste eine Pfütze unter der Spüle in der Küche und ich darauf einen geplatzten Panzerschlauch am Wasserhahn, der fröhlich Wasser in die Küche spritzte (zum Glück fand ich noch einen Panzerschlauch zum wechseln, sonst hätten wir heute kein Wasser daheim).
  • Um 23.00 Uhr noch deftig den kleinen Zeh an einem Koffer gestoßen und mit pochendem Zeh ins Bett gekrochen.

Heute kann es wohl nur besser werden …

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Der ganz normale Wahnsinn mit einer 2-jährigen

Verfasst von Mama am 2. April 2009

Heute sollte eigentlich ein ganz gemütlicher Vormittag werden. Kurz zu Aldi und eventuell ein bisschen was im Haushalt machen, aber ansonsten spielen und lesen mit der kleinen Chefin. Klingt gut, war es anfangs auch …

Schlafen bis 7.30 Uhr, gemütlich fertig machen, frühstücken und erst einmal mit der kleinen Chefin lesen. Als diese sich dann ganz toll selbst beschäftigt, nutze ich die Chance, kurz zu telefonieren. Die kleine Chefin spielt und turnt dann irgendwann niedlich durchs Wohnzimmer … was allerdings nicht mehr niedlich war, war die braune Pampe, die auf einmal hinten aus der Hose quoll!!!

Also Telefonat schnellstens abgewürgt und Kind in die Badewanne gesteckt. Die kleine Chefin fands suuuuuuper! Klar, sie liebt Baden und für die Tatsache, dass die ach-so-praktischen Höschenwindeln eine Katastrophe sind, kann sie ja nunmal nichts. Damit war das Thema Aldi schon einmal für heute erledigt, da das Bad ausgiebig genossen wurde und danach noch Maniküre und Pediküre angesagt waren.

Der Vormittag verstrich und ich musste das Mittagessen vorbereiten. Die kleine Chefin wollte oben in ihrem Zimmer bleiben, was mir ganz recht war. Also ich in die Küche, die kleine Chefin ganz friedlich in ihrem Zimmer. Ja, ich weiß, da hätte ich stutzig werden sollen müssen, aber da ich erkältungstechnisch etwas angeschlagen bin, habe ich diese Ruhe einfach ein klein wenig genossen (jahaaaa ich weiß!!!). Also ich immer mal wieder in den Flur, um zu lauschen, ob auch alles in Ordnung ist … und das war es anscheinend auch.

Irgendwann höre ich oben im Bad das Wasser und die kleine Chefin ruft begeistert: „L. Dauerei macht!“
Naja dachte ich … ist ja nur Wasser …

Als das Essen dann fertig war, rufe ich die kleine Chefin runter … zu meiner Überraschung, kam sie auch sofort nach zweimal dreimal rufen. Die Tür geht auf, die kleine Chefin kommt strahlend rein … alles weiß (ich meine wirklich alles!!! Arme von den Händen bis zu den Ellbogen, das Gesicht und auch das T-Shirt) und die kleine Chefin berichtet ganz stolz: „L. fertig eincremt!“

Mir blieb der Mund offen stehen … nach kurzem Durchatmen stammel ich nur irgendetwas wie „Oh Gott L., nicht das wir gerade gebadet hätten!“ Aber klar, nach dem Baden muss man sich natürlich eincremen … hatte Mama wohl vergessen … Aber muss das unbedingt die Palliativ Popo-Wundcreme sein?

Also ich Kind wieder sauber gemacht und versucht, oben sämtliche Spuren zu säubern (kennt hier jemand CSI? Das sind Amateure gegen mich … Tatort … Pah). Creme war zwischen Kinderzimmer und Bad großzügig verteilt. Danach konnten wir dann endlich essen. Von den Essmanieren meiner Tochter schreibe ich jetzt lieber nicht, denn wenn man eh schon genervt ist, regt einen wohl sowieso alles auf und ich habe ja vorsichtshalber das eingecremte T-Shirt angelassen.

Jetzt schläft die kleine Chefin friedlich wie ein Baby und ich persönlich hoffe, dass der Nachmittag dann doch etwas stressfreier wird.

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Ätzend

Verfasst von Papa am 13. Februar 2009

Ätzend ist, wenn man mit dem Auto von der Arbeit auf den 50km langen Weg nach Hause ins Wochenende ist und für die ersten 40km 30 Minuten braucht und für die letzten 10km 1,5 Stunden. Und das Ganze, weil innerhalb von 1 Stunde 10cm Schnee fielen und die Temperaturen teilweise von 0°C auf -11°C fielen und man deswegen die letzten 10km in einer riesen Autoschlange nur im 1. und 2. Gang fährt!!!

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Wie man Papa den letzten Nerv rauben kann

Verfasst von Papa am 13. Januar 2009

Ja ich weiß, ich habe es verschrien, mehr als einmal, und bin selber schuld …

Heute hat die Mama einen Baby-Kinder-ErsteHilfe-Kurs (was ich super finde) und genau auf diesen Moment hat die kleine Chefin gewartet. Mama ist um 18.15 Uhr aus dem Haus, somit waren noch 25 Minuten zu überbrücken bis zu „Lauras Stern“ und „Sandmännchen“ und die waren auch kein Problem. Der weitere Ablauf ist dann normalerweise so geplant:

19.00 Uhr, der Sandmann ist aus und Papa macht den Fernseher aus. Danach wird Brotzeit gerichtet und die kleine Chefin isst eine Scheibe Brot, zu Hälfte mit Käse und zur Hälfte mit Wurst. Diese Scheibe wird dann je nach Wunsch nur halbiert oder in kleine Happen zum aufspießen auf die Gabel geschnitten

Ca. 19.20 Uhr fertig mit der Brotzeit, Tisch abräumen

19.30 Uhr, Papa macht eine Milch, die kleine Chefin sucht sich zwei Bücher raus, Mama und Papa (heute also nur Papa) lesen die Bücher vor und die kleine Chefin liest super niedlich mit

19.45 Uhr, die kleine Chefin nimmt auf Papas Arm wie auf einem Hexenbesen Platz. Papa sagt „Ene mene mei, flieg los Kartoffelbrei“ und die kleine Chefin sagt „Hex Hex“. Darauf fliegt sie auf Papas Arm der Mama hinterher die Treppe rauf und da wird sich bettfertig gemacht

Ablauf heute:

19.00 Uhr, der Sandmann ist aus. Die kleine Chefin stürzt sich auf die Fernbedienung mit den Worten „Au machen“ und wirft ein vollen Becher mit Wasser um. Papa holt einen Lappen, während der Zwerg den Fernseher nicht ausmacht (was sie einwandfrei kann), sondern beginnt zu zappen

19.01 Uhr, Papa macht den Fernseher aus

19.02 Uhr, Papa wischt den Rest vom Wasser auf

19.03 Uhr, Papa richtet die Brotzeit her, während die kleine Chefin einen Joghurt fordert (das wäre dann der 4 Vanillejoghurt heute), was Papa ablehnt

19.05 Uhr, die Brotzeit ist gerichtet. Papa fragt (wie immer), was die kleine Chefin aufs Brot möchte … Antwort ist Wurst und Käse

19.06 Uhr, das Brot ist geschmiert und wird auf Wunsch in Gabelhappen geschnitten

19.08 Uhr, das Wasser wird in einem Zug ausgeleert und ein neues gefordert

19.09 Uhr, Papa kommt endlich dazu, sich auch ein Brot zu schmieren

19.10 Uhr, die kleine Chefin fordert einen Schnuller, was Papa mit dem Hinweis auf das Abendbrot verweigert

19.11 Uhr, die kleine Chefin hat immer noch so gut wie nix gegessen

19.13 Uhr, auf Nachfrage macht Papa statt des Brotes einen Brei für den Kampfzwerg

19.16 Uhr, der Brei ist fertig, Papa setzt sich und die kleine Chefin muss „Pipi“

19.17 Uhr, fertig mit Pipi machen. Da keine Windel greifbar ist und sie schon zweimal „Popo“ drin hatte (bei uns heißt ES „Popo“, hat sich so ergeben und ich finde das eigentlich ganz nett), Pipi einwandfrei ansagt und es in etwa 30 Minuten ins Bett geht, wird keine Windel angezogen, sondern nur die Unterhose und die Strumpfhose

19.18 Uhr, die kleine Chefin entfernt ihren Aufsatz von der Toilette und schließt den Deckel um auf denselben zu steigen um zu drücken. Papa untersagt die Klettertour, da die kleine Chefin auch vom Boden aus abspülen kann. Darauf fordert die kleine Chefin im Gegenzug, dass wieder ihr Aufsatz auf das Klo soll und ist davon nicht abzubringen

19.19 Uhr, Papas Nerven sind etwas dünner geworden und um ein Reißen der Nerven zu verhindern, verlässt Papa das Bad mit den Worten (in etwa) „Ja Himmelherrgott dann mach halt was du willst!“

19.20 Uhr, die kleine Chefin kommt relativ kleinlaut ins Esszimmer und nimmt Platz

19.21 Uhr, auch der Brei stößt auf wenig Gegenliebe, er ist aber auch mittlerweile etwas dicker geworden. Papa fragt, ob er ihn etwas verdünnen soll

19.22 Uhr, Papa kehrt mit dem verdünnten Brei (und schwerem Hunger) zurück

19.24 Uhr, die kleine Chefin hebt die rechte Pobacke und sagt grinsend „Puup“. Papa fragt, ob sie Popo müsse, aber das ist ja eher unwahrscheinlich und wird auch verneint, es war nur ein Pups

19.25 Uhr, die kleine Chefin hat auch vom Brei kaum was gegessen

19.26 Uhr, die kleine Chefin darf aufstehen (bevor sie mit ihrem gezappel, gehampel und genörgel Papa vollends wahnsinnig macht)

19.27 Uhr bis 19.29 Uhr, Papa sitzt allein beim Abendbrot und isst endlich mal eine zweite Scheibe Brot

19.30 Uhr, die kleine Chefin kommt ins Zimmer und hat einen Gang wie John Wayne … Papa: „Hast du Popo gemacht?“ Zwerg: „Ja!“ – Wir erinnern uns? Keine Windel!!!!!! Gut, war ja schon 6 Minuten her, dass Papa gefragt hatte …

19.35 Uhr, die kleine Chefin hat nun also nicht nur keine Windel sondern auch keine Unterhose an, nur noch die Strumpfhose … Papa sucht die Nummer der Irrenanstalt raus, um sich selbst einzuweisen

19.37 Uhr, Papa hat das Brot der Chefin gegessen und überlegt, was die Hausapotheke hergibt was ihm helfen könnte, kommt aber zum Schluss, dass Wick Medinait zu schwach ist

19.40 Uhr, die kleine Chefin erzählt Papa 34.000 mal, dass dieses Buch nur die Mama vorliest (die ja nicht da ist), lässt es aber über sich ergehen, dass es der Papa vorliest. Dafür wird die Milch heute nicht angerührt

20.05 Uhr, Papa legt die kleine Chefin ins Bett, versichert ihr noch einmal, dass er sie sehr sehr lieb hat, gibt ihr einen Gute-Nacht-Kuss, verlässt das Zimmer und geht mit einem irren Kichern die Treppe runter

20.09 Uhr, Papa hat sich ein Bier aufgemacht und wartet, dass endlich die netten Männer mit den weißen Kitteln kommen, um ihn zu holen

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