Kinderbasteln: Fotohalter

Mamas Geburtstag steht vor der Tür und somit ist es mal wieder Bastelzeit. Wie immer hat man ja immer jede Menge Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was man basteln möchte und auch dafür, die entsprechenden “Zutaten” einzukaufen. Also eigentlich hat man jede Menge Zeit, aber am Ende rennt diese immer so, so dass es dann doch wieder knapp wird.

Hinzu kommt, dass das Basteln von Jahr zu Jahr schwieriger wird. Einerseits können die Kinder zwar immer mehr selbst basteln, so dass die Umsetzung an sich immer einfacher wird, aber andererseits haben sie natürlich schon so einiges gebastelt, so dass es immer schwerer wird, etwas zu finden, was gebastelt werden könnte.

Leinwände haben sie bereits bemalt und an den Wänden wird der Platz ohnehin immer knapper, so dass kaum noch etwas so aufzuhängen wäre, dass es auch zur Geltung käme.

Handabdrücke auf Kaffeetassen, Fensterschmuck, Kissenbezüge … die Ideen gehen langsam aus. Aber zum Glück gibt es ja Twitter und dort einiges an Hilfsbereitschaft zur Ideenfindung und somit haben wir die Idee der lieben “Ichsagjanur” angenommen.

Wir haben also zwei schöne Steine im Garten gesucht und diese mit Draht, Wäscheklammer und Glitzer-Schnickeldi zu zwei Fotohaltern umgestaltet. Das fertige Ergebnis sieht dann so aus.

Einmal vom kleinen Chef:
kleinerChef

Einmal von der kleinen Chefin:
kleineChefin

Das Ganze passt auch deshalb so schön, weil die Mama ab April wieder mehr arbeiten geht und somit gleich eine Kleinigkeit hat, mit der sie ihren Schreibtisch etwas aufhübschen kann.

Passend zum Thema weitere Basteltipps:
Fensterschmuck aus Plastikbechern
Steckenpferde mit der Anleitung dazu
Herr und Frau Kresse

Affinität zu Zahlen

Der kleine Chef ist in seinem vorletzten Kindergartenjahr. Genau wie seine Schwester geht er 4 Jahre lang in den Kindergarten, da er ein Novemberkind ist. Genau wie seine Schwester entwickelt er sich nun rasant im kognitiven Bereich extrem schnell weiter. Sogar etwas schneller, als seine Schwester. Sicherlich relativ typisch für die jüngeren Geschwister, die auch daheim ein Vorbild in Form einer großen Schwester (oder eines großen Bruders) haben und von denen auch entsprechend gefordert werden.

Daher ist es auch nicht großartig verwunderlich, dass er wie seine Schwester im Bereich der Zahlen recht sicher ist. Seine Schwester ist auch ein Zahlenmensch und das scheint in Teilen auch auf ihn zuzutreffen. So rechnet er immer wieder einmal vor sich hin und ruft dann so etwas wie “Papa! Zwei plus Zwei ist Vier, richtig? Und Drei plus Zwei ist Fünf!” Ab und an weiß er mittlerweile ein paar Ergebnisse und teilweise zählt er natürlich an den Fingern ab. Das Abzählen aber nur heimlich, da dreht er sich um, so dass man das nicht sehen kann.

Diese Woche hat er uns allerdings einmal überrascht. Mama fragte, was Fünf plus Vier sei und nach sehr kurzem Nachdenken sagte er Neun. Wir waren uns sehr sicher, dass er nicht an den Fingern abgezählt hatte, also fragten wir nach, wie er darauf kam und die Antwort war für uns der Hammer:

“Ja weißt du: Fünf plus Fünf ist Zehn und Fünf plus Vier ist Eins weniger. Also Neun!”

Kann man die Kinder mal alleine lassen? Oder: weibliche Logik

Wir versuchen, unsere Kinder zur Selbständigkeit zu erziehen. Das ist manchmal natürlich leichter gesagt als getan, denn es bedeutet auch, dass man loslassen können muss. Manchmal steht man sich da eher selbst im Wege.

Ein Beispiel dafür ist die Frage, ob man die Kinder alleine lassen und kann und wenn ja, wie lange? Wir machen es schon ab und zu, dass die Kinder alleine daheim bleiben, während wir zum Beispiel einkaufen gehen. Was wir dagegen noch nicht gemacht haben ist, die Kinder abends alleine zu lassen. Eine Bekannte von uns hat das durchaus immer mal gemacht. Die Kinder waren im Bett und sie ging noch einmal aus. Natürlich mit den Kindern abgesprochen und es ist auch immer gut gegangen. Aber das haben wir uns tatsächlich noch nicht getraut. Obwohl unsere Kinder mit dem Telefon umgehen und uns anrufen können.

Jetzt kam das Thema einmal kurz bei uns auf. Meine Frau wollte ins Kino und ich musste dementsprechend etwas früher aus der Arbeit weg. Die Frage war, kann sie schon weg wenn ich noch unterwegs bin und die Kinder bleiben dann eben so lange alleine, bis ich da bin.

Für mich keine Frage. Für meine Frau schon, denn als gute Mutter machte sie sich gleich wieder mehr Sorgen, als ich.

Sie: “Was ist, wenn du dann einen Unfall hast?”

Gut, das hoffe ich natürlich nicht und sie auch nicht. Aber grundsätzlich eine berechtigte Befürchtung.

Ich: “Ich könnte ja auch abends, wenn die Kinder schon im Bett sind, im Bad ausrutschen und mir den Schädel am Waschbecken einschlagen.”

Hoffe ich natürlich genau so wenig, aber kann auch passieren. Die meisten Unfälle passieren ja im Haushalt.

Sie: “Aber dann wären sie zumindest nicht allein und würden dich dann finden!”

Ich gebe zu, an der Stelle bin ich mir nicht sicher, ob der Unfall auf der Autobahn nicht der “angenehmere” für die Kinder wäre …

Der Film, der an den kleinen Drachen Kokosnuss erinnert

Vor kurzem fand hier ein getrennter Ausflug statt. Kinobesuch. Die Mama mit der kleinen Chefin in “Bibi und Tina” und ich mit dem kleinen Chef in “Der kleine Drache Kokosnuss”.

Ich freute mich darauf, denn den Drachen Kokosnuss finde ich in der Tat auch sehr süß und es macht Spaß, dem Filius die Bücher vorzulesen. Allerdings kann ich den Kinobesuch für mich in zwei Worten zusammenfassen: Ziemliche Enttäuschung.

Der Film hatte so herzlich wenig mit den Büchern gemeinsam. Wenn nicht die Namen die gleichen geblieben wären, man könnte meinen, es sei eine andere Geschichte.

Während Kokosnuss im Buch ein recht beliebtes Kerlchen ist, ist er im Film der Außenseiter der Klasse, der von den anderen ausgelacht wird. Und während im Buch Mette und Magnus, die Eltern von Kokosnuss, ihren Sohn sehr zur Selbständigkeit erziehen, packen sie ihn im Film in Watte, schämen sich für seine Unzulänglichkeiten und neigen dazu, klassische Helikoptereltern zu sein.

Die Eltern von Oskar, dem kleinen Fressdrachen, sind im Buch zwar … naja, eben Fressdrachen, aber doch herzlich. Im Film sind sie einfältig und einfach und würden auch ohne Skrupel Kokosnuss fressen.

Da fällt es schon kaum noch ins Gewicht, dass die Drachen in den Büchern in Höhlen leben und im Film in Häusern. Das mag auch nur Makulatur sein, aber ist das nötig?

Wenn der Film dafür zumindest mit Humor punkten würde, könnte man vielleicht darüber hinwegsehen, aber leider plätschert der Film so vor sich hin und nur an wenigen Stellen ertönt dann auch herzliches Kindergelächter durch das Kino. Lediglich als die Fressdrachen brennende Furze lassen und als Kokosnuss und seine Freunde es schaffen, von einem Schluckloch wieder ausgekotzt zu werden, sind sich alle Kinder einig, dass dies ihr Humor ist. Diese beiden Szenen retteten zwar den Film für den kleinen Chef, aber leider konnte ich seine Lacher im gesamten Film fast an einer Hand abzählen.

Ich frage mich, warum man so weit von der Vorlage abweichen muss. Dass man nicht 1 zu 1 die Vorlage umsetzen kann ist klar, aber etwas mehr Nähe zu den Büchern wäre schön gewesen. Der Film wirkt fast so, als hätte der Autor der Bücher keinerlei Mitspracherecht gehabt. Sehr schade.