tragende Rolle

„Der kleine Chef soll auch hier ins Zimmer!“, sagte die kleine Chefin, nachdem Mama und Papa das Wohnzimmer verlassen hatten und sich gerade im Esszimmer unterhielten.
„Ja gleich“ merkten sie an und die kleine Chefin zog mit einem „Ok“ von dannen.
„Ich bring ihn.“ rief sie von nebenan.
„Jaja“ sagten Mama und Papa.
„Pling“ machte es da. „Pling“„Pling“. Das war der Groschen, der da so langsam pfennigweise anfing zu fallen. Bei Mama und bei Papa. Bei Mama noch einen kleinen Tick schneller.
„Hat sie gesagt, ich bringe ihn?“ fragte Mama entgeistert.
„Äh, ja!“, stammelte Papa.
Und als sich beide mit großen Augen und flauem Gefühl umdrehten kam die kleine Chefin um die Ecke. Mit dem kleinen Chef in den kleinen Armen. Und er hing da, wie ein nasser Sack. Stolz wie Oskar blickte die kleine Chefin und Mama und Papa versuchten nun also den Stolz zu fördern, dabei den kleinen Chef abzunehmen, ohne dabei die Panik zu zeigen und zu versuchen klar zu machen, dass das ja gaaaaanz toll war, aber dass sie dann doch das nächste mal besser rufen solle.

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7 Gedanken zu “tragende Rolle

  1. Aaaaaaaaaaaaah! 😯
    Emma neulich auch: Freya lag auf dem Bett und da griff der Krümel ihr einmal beherzt unter die Arme und zog gen Kante… *hust* (zum Glück stand ich daneben und konnte sie überreden, mir das zu überlassen)

  2. Zum Glück sind die Kleinen meistens ziemlich robust und halten da einiges aus.
    Aber wir sind auch schon das ein oder andere Mal „extrem“ begeistert gewesen, wenn ein 3Käsehoch den anderen anschleppte. Besonders wenn das kleinere Bündel die Welt aus einem „ganz anderen“ Blickwinkel betrachten konnte! 😀
    Aber mit zunehmendem Alter wird man da abgebrühter, die Träger sicherer und das Ganze als Erinnerung verklärterer … 🙂

  3. Da kommt die große Schwester raus – die aber noch gar nicht so groß ist *hihi*

  4. Hmmm, irgendwie kommt mir sowas bekannt vor. Ich war 5 und meine Schwester ungefähr so alt, wie der kleine Chef jetzt. Ich war mir sicher, dass sie mal gewickelt werden müsste und holte sie aus ihrem Bettchen, legte sie in die Küche auf ein Kissen auf dem Küchentisch und fing an sie auszuziehen. Kurze Zeit später stand meine Mutter in der Tür und verfiel in Panik. Ich konnte sie gar nicht verstehen, wollte ihr doch nur die blöde Arbeit abnehmen. Und außerdem: Ich war doch schon groß! 😉

  5. oh. ups… aber da sind die kinder wie wir erwachsenen: wir alle meinen es mit dem anderen doch nur gut 😉

  6. …ich weiß, was Ihr gefühlt habt…

    wenn der kleine dann so auf halbAcht-hängend, aber entspannt schauend, durch die Gegend geschleift wird – hui! und die Großen sind schon soooo groß!

  7. Ohje, das kenn ich. Mein Problem war dann immer nur ganz cool zu bleiben um die Großen nicht zu erschrecken oder ihnen angst zu machen. Was, zugegeben, ziemlich schwer war wenn man gesehen hat wie sie die kleine Schwester durch die Wohnung trugen…

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