Nächtliche Beschäftigung (Elterncontent)

Gestern kam mal wieder Boxen im Fernsehen. Kurzfristig überlegte ich, ob ich es ansehen sollte, oder nicht. Kommt ja leider immer sehr spät und morgens Ausschlafen ist ja meist trotz Wochenende nicht. Also nicht schauen. Was ich da noch nicht wusste war, dass ich ohnehin nicht dazu gekommen wäre, auch wenn ich deswegen nun nicht früher im Bett war.

Als der kleine Chef dann seinen letzten Snack des Tages bekommen sollte, wurde diesmal die kleine Chefin auch davon wach. Ist so weit nicht ungewöhnlich und passiert schon mal. Normalerweise legt sie sich dann gleich wieder um und pennt weiter. Diesmal aber nicht. Sie jammerte. Als ich dann auch ins Zimmer kam, schlief der kleine Chef noch und Mama kniete am Bett der kleinen Chefin. Die ließ sich aber nicht beruhigen und weinte und wimmerte. Als sie sich dann an den Bauch fasste und anfing zu husten, da war uns sofort klar, was passieren würde. Nur war es schon zu spät.

Also stand dann in dieser Nacht folgendes auf dem Programm: Kind entkleiden, waschen mit frischem Schlafanzug versehen und im elterlichen Bett zwischenlagern, Bett frisch beziehen, Teppich im Kinder-Schlafzimmer säubern, Teppich im Flur säubern, Fließen im Bad putzen, Toilette putzen, Tür im Bad wischen, Tapete im Flur wischen, Laminat im Kinder-Schlafzimmer putzen, den eigenen Arm intensiv waschen, Waschmaschine anschmeißen, Kind wieder ins eigene Bett verfrachten und kurz dazu legen, bis es wieder eingeschlafen war.

Gott sei Dank war dann aber auch der Spu(c)k genau so schnell vorüber, wie er gekommen war. Auch heute den ganzen Tag wieder ein quietschvergnügtes Kind.

Wenn nun noch jemand wissen möchte, welche Nahrungsmittel wie lange im Magen verbleiben und welche deutlich schneller weg sind als andere und welche auch wie neu wieder aus der Waschmaschine kommen: wir kennen uns nun gut aus.

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2 Gedanken zu “Nächtliche Beschäftigung (Elterncontent)

  1. Ihr habt mein tiefstes Mitgefühl!!!
    Gott sei Dank ist es zwar schon eine Weile her (oder habe ich es nur erfolgreich verdrängt???), aber solche Erlebnisse haben wir auch schon einige Male in schöner Regelmäßigkeit hinter uns gebracht! Vorzugsweise, aber nicht nur in der Schmuddeljahreszeit.
    Wir haben uns inzwischen darauf geeinigt, im akuten Bedarfsfalle das Kind auf die Zudecke kot… erbrechen zu lassen (wenn es denn noch steuerbar ist – die Schüssel kommt ja meistens zu spät). Die Decke kann man ggf. schön zusammengelegt transportieren ohne die ganze Wohnung zu verzieren. Und im Idealfalle ist das Kind auch nur minimal bekleckert. Waschbare Bettdeckeninnenleben sind hier natürlich von Vorteil und genügend Alternativzudecken Voraussetzung. 🙂
    Die fraglichen Nahrungsmittelteilchen werden mittels Brause in der Badewanne abgespült, damit die Waschmaschine nicht noch nachträgliche Überraschungen hervorbringt. Ist zwar nicht gerade der appetitlichste Job, aber er hilft.

    So, nun genug kluggesch… geratschlagt. Vielleicht macht ihr das ja schon so oder besser. Jedenfalls wünsche ich euch eine bessere Nacht heute und gesundbleibende Kinder.

    • Mittlerweile sind wir auch so weit zu bedenken, dass durch die Bude tragen dann eventuell nicht mehr das klügste ist. Aber der Impuls war schneller … Glücklicherweise kommt es nicht so oft vor, so dass wir da keine echte Routine haben.
      Grundsätzlich hatten wir die Klamotten etc. auch scho netwas ausgewaschen, aber das eine oder andere Maiskorn hatte sich wohl versteckt 😉

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