Hart im Nehmen

Manchmal bin ich wirklich beeindruckt, wie schnell die kleine Chefin Schmerzen wegsteckt. Ab und an ist dies zwar auch ziemlich schwierig für uns, weil sie gerne sagt sie habe sich nur erschreckt, wenn sie garantiert Schmerzen hat. Aber man kann natürlich schwer „behandeln“, wenn man dann nicht genau weiß, wo es ihr nun weh tut.

Vorgestern Abend war der Schmerz aber so groß, dass sie sich nicht „nur erschreckt“ hatte. Kurz vorm zu Bett gehen machten wir noch eine Modenschau um zu sehen, welche Sommerklamotten noch/schon passen und welche nicht. Nach einer Zeit war das natürlich etwas langweilig für sie, aber sie machte gut mit. Nur turnte sie nebenher auch wild durch die Gegend. So wild, dass sie plötzlich das Gleichgewicht verlor, rückwärts umfiel und ungebremst mit dem Hinterkopf genau gegen die Kante vom Türstock knallte. Allein das Geräusch war schon unglaublich fies und übel und noch bevor sie anfing zu weinen war klar, dass das wirklich übel wehgetan haben muss.

Und tatsächlich, am Hinterkopf war der Einschlag deutlich anhand eines kleinen blutigen Striemens gut zu erkennen. Also gleich mit einem nassen Lappen gekühlt und natürlich auch entsprechend mit der kleinen Chefin gekuschelt und versucht zu beruhigen. Und nach nicht einmal 3 Minuten weinte sie nicht mehr. Klar schluchzte sie noch etwas, aber sie hatte sich komplett wieder eingekriegt. Nach 3 Minuten!!! Am Tag danach hat es ihr (natürlich) immer noch weh getan, wenn sie an die Stelle kam. Nur um mal zu zeigen, wie weh es ihr wirklich in dem Moment getan haben muss.

Advertisements

6 Gedanken zu “Hart im Nehmen

  1. Au weia!

    Die wird mal rennwagenfahrende Automechanikerin, Klodeckeldesignerin, Preisboxerin oder eben einfach ein nicht so typisches Mädchen… 😉

    Und aus denen kann was ordentliches werden. *hust*

    Lieben Gruß und einmal *pust* auf die Stelle am Hinterkopf.
    Frau SSL

    • Stimmt ein „typisches“ Mädchen so nach Klischee wird sie nicht. Da sind wir auch froh drüber. Ab und an ist sie ein „Vorzeigemädchen“ mit rosa Tüdeldüü, Puppen und unglaublicher Empathie und dann wieder die wild voran rennende und tobende „Kampfsau“. Ich glaube, sie ist auf einem ganz guten Weg.

  2. Autsch. Das tut schon allein vom Lesen dolle weh. Sie ist aber wirklich ein tapferes kleines Mädel!

    Ich kenne diese Momente auch, die einem wie Zeitlupe vorkommen aber doch nicht verhinderbar sind. Hatten wir erst vor kurzem im Hof. Robin rennt los in Richtung Waschküche, dort liegt auf den Fliesen ein trockener Lappen, er rutscht aus und knallt mit dem Kopf vor eine geflieste Ecke. Großes Geschrei, aber nach ein paar Augenblicken und 2 Mal HeileheileGänschen singen war es wieder gut. Das Problem bei Robin ist aber immer, dass er sich nichts Kühles auf solche Stellen legen lässt. Da wird er fuchsteufelswild…

    • Au ja, mit dem Kühlen kennen wir hier auch. Das ist bei ihr auch eher schwierig. Noch ein Indiz dafür, wie weh es getan haben muss. Denn eigentlich will sie dann auch gar nichts drauf haben, weder Wasser, noch Eis, noch Salbe noch sonst was …

  3. Aua-aua… Da wird mir beim Lesen auch mulmig. Unglaublich, wie hart im Nehmen die Zwerge manchmal sind. Und dann gibt es wieder die Situationen (zumindest bei uns), in denen dann auf einen kaum zu sehenden Kratzer ein Pflaster muss 😀

    • Hihi, ja, dieses Arien für nichts gibt es hier auch. Da ist sie dann aber manchmal ein „echtes“ Mädchen und jammert, weil die Hände beim hinfallen schmutzig geworden sind (und vorher ja porentief rein … 😉 )

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s