Das Leben auf dem Dorf

Irgendwie bringe ich das Wort „Dorf“ für unseren Wohnort nicht recht über die Lippen. Immerhin haben wir gut 18.000 Einwohner. Aber Stadtrechte haben wir nicht. Man könnte vielleicht von „Gemeinde“ sprechen, aber dass es doch irgendwie ein Dorf ist, das merkt man manchmal dann eben doch.

Samstags und Sonntags hole ich zusammen mit der kleinen Chefin morgens die Semmeln. Samstags bei einem Bäcker, Sonntags bei einem anderen. Das ist so eine Art Ritual. Als nun aber die Schwägerin (also die Tante der kleinen Chefin) da war, da wollte die kleine Chefin mit dieser morgens die Semmeln holen, der Papa blieb daheim.

Als die beiden zurück kamen, hatte die liebste Schwägerin einen kleinen (wirklich nur einen kleinen) Hauch von genervt sein an sich. Das erklärte sich aber dann auch druchaus. Als sie nämlich die kleine Chefin fragte, welches Brot sie kaufen sollten, da erkannte eine der Bäckerinnen die kleine Chefin und rief gleich aus der Backstube über den Tresen: „Der Herr Weristderchef nimmt immer das da.“
Gleiches Spiel bei den Semmeln: „Welche wollen wir nehmen? Die hier und die da?“ – „Der Herr Weristderchef nimmt immer diese hier.“

Nur mühsam konnte sie auch ein paar eigene Entscheidungen treffen … Irgendwie gefällt es mir, das Leben auf dem Dorf …

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Ein Gedanke zu “Das Leben auf dem Dorf

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