Die Büchse der Pandora

Der kleine Chef ist ja ein kleiner Schisser. Also zumindest in einigen Bereichen. So würde er niemals freiwillig in eine Bimmelbahn einsteigen wie die, in die wir ihn im Urlaub gezwungen haben. Oder Rutschen im Schwimmbad. Da wird sich gewehrt und der Kopf geschüttelt. Oder Karussell fahren … bloß nicht. Mit so einer Höllenmaschine? Niemals.

Aber genau dies hat sich nun geändert. Wir waren am Wochenende auf einem Oktoberfest. Nein, nicht auf der Wiesn, die ist ja bereits vorbei. Nein, auf einem kleinen Oktoberfest bei Dida und Doda. Aber auch hier wollte er partout nicht mit dem Kinderkarussell fahren. Allerdings wurde er dann eine Runde zu seinem Glück gezwungen. Wir boten es ihm an, er sagte ja, wir wollten ihn in den Laster heben und er spreizte die Beine und wollte nicht mehr. Allerdings war auch der Karussell-Besitzer der Meinung, dass ihm das gefallen würde und so gab es quasi kein Zurück mehr. Ich setzte mich neben den Laster und fuhr mit. Da war es dann für den kleinen Chef auch okay.

Aus der einen Runde wurden 4. Und an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass 4 Runden quer zur Fahrtrichtung neben einem Laster zu hocken alles andere als ein Spaß ist. Aber dem kleinen Chef hat es plötzlich gefallen. Er hat quasi Blut geleckt und wir haben die Büchse der Pandora geöffnet. Ab dann gab es nämlich kein halten mehr. Autoscooter wollte er dann fahren. Diese genehmigten wir aber ebenso wenig wie das Kettenkarussell. Aber beim nächsten Kinderkarussell gab es ein Feuerwehrauto. Und nachdem uns dann eine wildfremde Mutter 5 Fahrchips schenkte, da ihre Tochter nicht mehr fahren wollte, gab es also noch einmal 3 Fahrten mit dem Feuerwehrauto. Die erste Hälfte der ersten Fahrt allerdings stocksteif mit schwer besorgtem Gesichtsausdruck. Denn dass Papa diesmal nicht mit dem Karussell mitfahren würde (ihm war ja immer noch übel vom letzten), merkte er erst, als sich das Feuerwehrauto mit ihm in Bewegeung setzte, Papa aber nicht. Aber danach war auch das Wurscht und die restlichen Fahrgeschäfte nicht mehr zu besuchen war ein richtig schwieriges Unterfangen.

Damit haben wir also die Chance für immer vertan, bei Kirmesbesuchen vergleichsweise billig wegzukommen, weil nur ein Kind Fahrgeschäfte nutzen würde. Ab sofort haben wir zwei Kinder, die unsere Kohle auf den Rummelplätzen verprassen werden.

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