Die Flucht aus Alcatraz

Geduldig wartete er. Geduld war nicht seine Stärke, aber diesmal musste er sie beweisen. Zu viel Stand auf dem Spiel. Zu lange hatte er diesen Tag vorbereitet. Besser gesagt, diese Nacht. Nun musste er den richtigen Moment abwarten. Den Moment, wenn die Wachen unaufmerksam waren und ihre Runde beendet hatten. Wenn die Insassen in den Zellen eingeschlafen waren und nichts mehr mitbekommen würden.

Nach knapp 2 Jahren hatte er es geschafft, zwei Gitterstäbe an seiner Zelle zu entfernen. Der Weg nach draußen war frei. Frei. Freiheit. Nach so langer Zeit. Jetzt durfte er keinen Fehler machen. Aber der Moment war nun gekommen. Langsam, vorsichtig und leise stand er auf. Seine beiden Zellengenossen im Schlepptau. Zwei seltsame Gestalten, aber sie waren ihm einfach ans Herz gewachsen. Er nannte sie Bär und Katze. Sie würden ihm zwar keine große Hilfe sein, aber besser, als Mitwisser zurück zu lassen war, sie zu Komplizen zu machen.

Leise schlichen Sie den Gang entlang Richtung Treppe. Aber was war das? War da nicht ein Geräusch? Hatten sie ihn entdeckt? Vorsichtig schaute er um die Ecke zur Treppe und richtig, da kam eine der beiden Wachen die Treppen hoch. Er musste die Aktion abbrechen. Also schnell zurück in die Zelle und so tun, als sei nichts gewesen. Schlafend stellen. Die Wache kontrollierte die Zellen. Wenn sie die beiden fehlenden Gitterstäbe entdecken würde wäre alles vorbei. Aber anscheinend war es noch einmal gut gegangen. Die Wache verschwand wieder. Vielleicht würde er später einen weiteren Versuch wagen, nun würde er aber erst einmal schlafen.

Und wieso hatte die Wache ihn geküsst und „Gute Nacht und bleib jetzt schön liegen, sonst müssen wir das Bett wieder zu machen.“ gesagt? Da würde er ein anderes Mal drüber nachdenken.

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3 Gedanken zu “Die Flucht aus Alcatraz

  1. *lach*

    Herrlich… ich hoffe, der kleine Chef schläft gut nach seinem Flucht- Abenteuer…

    LG

    S.

  2. lol

    Ich wünsche dem kleinen Chef für den nächsten Versuch ein besseres Timing 😉

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