Die Krippe

In der Krippe ist es ja gerade etwas unruhig, was wir auch am kleinen Chef gemerkt haben. Aber anscheinend haben wir es geschafft, dass wir zumindest für uns und den kleinen Chef etwas Ruhe reinbekommen.

In seiner bisherigen Gruppe waren 3 Betreuerinnen. Da ist zum einen die Leiterin der Gruppe, die N. Daneben noch eine Erzieherin, M, die im letzten Jahr der Ausbildung steckt. Und als letztes noch L, die auch noch in der Ausbildung ist.

Die Belegung sieht da eigentlich wie folgt aus: N ist immer da. L ist fast immer da. Sie fehlt allerdings jeden zweiten Montag und Dienstag, weil sie da Schule hat. M ist Montags, Mittwochs und Freitags da. In den Wochen wo L Schule hat, kommt sie Montag, Dienstag und Freitag.

Von N halte ich persönlich nicht wirklich all zu viel. Ich habe einfach das Gefühl, dass sie nicht so richtig motiviert (evtl. auch qualifiziert) ist und es eher mag, wenn es einfach ruhig und rund läuft. Außerdem tut sie alles. „Tun wir mal ein Buch lesen?“, „Tun wir noch etwas essen?“, „Tun wir nachher Mittagsschlaf machen?“. Da stellen sich bei mir die Nackenhaare auf.

Zu N hat auch der kleine Chef keinen Draht aufbauen können bisher und ich habe schwer das Gefühl, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht. Und ganz ehrlich erwarte ich da von einer Erzieherin oder Pflegerin mehr. Bezeichnenderweise hat der kleine Chef zu einer Betreuerin, S, aus einer anderen Gruppe einen besseren Draht als zu N.

Zu L und zu M hat der kleine Chef ein gutes Verhältnis. Und zum Glück ist ja eigentlich immer mindesten eine von beiden da. Aber eben nicht immer. Und diese Woche kam nun einiges zusammen, so dass die ersten beiden Tage absolut schlecht verliefen.

Der kleine Chef wollte mich schon nicht wirklich gehen lassen und klammerte ziemlich an mir. Und als ich ging, weinte er auch. L war in der Schule und M war musste wohl etwas früher weg. Der kleine Chef ließ sich dann nachmittags nicht beruhigen. Zumindest nicht von N. Dagegen in der Gruppe gegenüber schon. In der Gruppe, wo auch S ist.

Dienstag das gleiche Spielchen wieder. Und als ich den kleinen Chef abholte, weinte er wieder. N sagte mir dann, dass er sich nachmittags wieder nur in der Gruppe gegenüber beruhigen ließ und als sie ihn dann für den Abschlusskreis wieder in seine Gruppe holte, weinte er wieder. Sie meinte dann noch zu mir, dass er vielleicht in der falschen Gruppe sei und sich in der anderen Gruppe einfach wohler fühlen würde.

Wir schoben es etwas auf die Veränderungen daheim. Schließlich arbeitet Mama seit Montag wieder und muss früh morgens aus dem Haus.

Mittwoch war niemand bekanntes in der Gruppe. Ich wunderte ich da schon etwas, aber dachte mir nicht all zu viel dabei. Kann ja durch Krankheiten schon einmal zu Vertretungen kommen. Auf dem Weg nach Draußen traf ich L und sagte zu ihr nur, dass die letzten beiden Tage alles andere als gut verliefen. Und was sie mir dann eröffnete verschlug mir die Sprache. L ist ab sofort in die Gruppe gegenüber versetzt und M folgt ihr ab dem 1.12. und somit wären beide Bezugspersonen des kleinen Chefs weg. Also gelinde gesagt eine Katastrophe für den kleinen Chef. In diesem kurzen Gespräch sprach L zwar sehr diplomatisch und durch die Blume, aber es kam klar heraus, dass sie davon auch nicht begeistert ist und dass sie von N auch nicht allzuviel zu halten scheint. Und einige andere Eltern wohl auch nicht.

Also daheim gleich die Krippenleitung angerufen und darum gebeten, dass der kleine Chef bitte auch die Gruppe wechseln solle, weil es sonst garantiert nicht mehr klappen würde. Und glücklicherweise hatte sie am Montag und Dienstag auch mitbekommen, wie schlecht es lief und so meinte sie sogar, sie hätte sich schon gedacht, dass ich sie darum bitten würde. Und glücklicherweise klappt es auch. Der kleine Chef darf die Gruppe wechseln.

Dass dies die richtige Entscheidung ist, das bestätigten uns die Tage Mittwoch und Donnerstag. N war krank (und ist es noch bis kommenden Mittwoch). Und was soll ich sagen? Der kleine Chef wurde gutgelaunt in die Gruppe gebracht und ich konnte innerhalb einer halben Minuten den Raum wieder verlassen. Keine Tränen. Und auch beim Abholen war er bestens gelaunt. L bleibt nun nämlich noch so lange in der Gruppe, bis N wieder da ist. Und wenn N wieder da ist wechselt L rüber und nimmt den kleinen Chef gleich mit. Er ist dann bei L, M und S und wir haben ein richtig gutes Gefühl dabei. 🙂

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5 Gedanken zu “Die Krippe

  1. Tue ich auch sehr gut finden =P

  2. Und ich tu euch beide gleich aus dem Blog schmeißen 😉

  3. Ich kann überhaupt nicht verstehen, was für Personal bei euch in der Krippe tätig ist. In meiner Krippengruppe (ich leite eine Kita mit 5 Gruppe, eine davon ist eine Krippengruppe) arbeiten nur ausgebildete Pädagoginnen, 2 Erzieherinnen und eine Kinderpflegerin. Ich bin wirklich platt, dass Schülerinnen einer Erzieherfachschule als vollwertige Kräfte eingesetzt werden. 😦 Bei mir sind diese zusätzlich da. In keinem all werden sie als „Personal“ gesehen. Sie dürfen und sollen solch eine Position gar nicht einnehmen. Am Ende ist es wichtig, dass es euch allen gut geht, dem Kleinen und euch…. Liebe Grüße….

    • Naja, es ist ja immer 1 Erzieherin oder Pflegerin da. Zusätzlich gibt es noch eine Sozialpädagogin in der Gruppe, so dass immer mindestens 1 Vollwertige da ist. Aber das Schlimme ist, dass diese Vollwertige die „schlechte“ ist. Die ist diejenige, zu der der kleine Chef keinen Draht hat und von der ich auch absolut gar nichts halte. Habe nun auch schon mitbekommen, dass auch die anderen Mitarbeiterinnen in der Krippe von ihr nicht viel halten.

      Das Probem ist nur der Arbeitskräftemangel. Wir sind hier eine der Kinderreichsten Gemeinden Bayerns und die (zumindest noch vor 3 Jahren) Gemeinde mit den meisten Krippen und Kindergärten pro Kopf in Bayern. Aber dafür ist einfach zu wenig Personal da. Aktuell suchen hier 5 Krippen und Kindergärten Erzieherinnen und Pflegerinnen, aber es gibt viel viel zu wenig Bewerbungen.

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