Ansichtssache

Heute morgen habe ich den kleinen Chef wieder in die Krippe gebracht. Aktuell tut er sich etwas schwer damit, rein zu gehen. Aber so bald er mich nicht mehr sieht, ist alles wieder gut. Aus den Augen aus dem Sinn. Aber vorher versucht er möglichst lange mit mir zu kuscheln, was durchaus etwas heißen will, denn daheim kuschelt er ausschließlich mit Mama oder seiner Schwester, aber nicht mit Papa.

Nachdem er dann in seiner Gruppe war und ich gehen wollte, seufzte ich kurz. Einfach, weil es immer ein blödes Gefühl ist, ihn so in die Gruppe zu schieben. Auch wenn ich weiß, dass es ihm dort Spaß macht und es ihm gefällt.

Eine andere Mutter, die ihr Kind ebenfalls gerade „abgeliefert“ hatte hörte mein Seufzen wohl, lachte mich freudig an und sagte: „Endlich, gell?“ Was von ihr so klang wie „Endlich haben wir jetzt Ruhe, was?“ Das hat mich durchaus etwas irritiert. Denn ich muss sagen, wenn wir nicht beide arbeiten müssten, dann würden wir den kleinen Chef nicht in die Krippe stecken. Nicht, dass sie ihm nicht gut tun würde, aber die Krippe ist für uns kein Abschiebeort für unser Kind, damit wir Ruhe haben.

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Ein Gedanke zu “Ansichtssache

  1. Das empfinde ich auch so. Als Junior im Januar partout in den Kindergarten wollte, obwohl er doch erst im April drei wird, war mir das auch ganz komisch. Und obwohl es ihm unzweifelhaft gut tut, endlich Kontakt mit anderen Kindern zu haben – ich genieße jeden Vormittag, an dem ich ihn daheim habe.

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