Schnullerfee

Der kleine Chef ist deutlich stärker auf den Schnuller fixiert, als es seine Schwester früher war. Sie hatte ihn in seinem Alter nur noch im Auto und zum Schlafen. Der kleine Chef greift viel öfter zu seinem Didi. Aber vor drei Tagen fanden die Erzieherinnen in seiner Krippe seinen Schnuller nicht mehr. Also konnte er dort auch nicht zum Mittagsschlaf dazu greifen. Und dennoch hat er geschlafen. So gut wie immer.

Das war dann Grund genug für Mama, die Schnullerfee anzurufen. Sie wissen schon, die Dame, die den schwarzen Peter für die Erziehungsberechtigten übernimmt, wenn es darum geht, die Schnuller los zu werden. Drei Tage in der Krippe ohne Didi sollten doch Vorbereitung genug sein. Einmal den kleinen Chef gefragt, ob die Schnullerfee kommen solle, ein kurzes „Ja“ von ihm und schon war es klar.

Ich persönlich stand dem da ja schon deutlich kritischer gegenüber. Die kleine Chefin war 6 Monate älter, als die Schnullerfee kam. Und wir hatten sie ein paar Wochen darauf vorbereitet. Sie hatte einen klaren Wunsch an die Schnullerfee und die letzte Woche bevor sie kam, rief sie jeden Abend aus dem Fenster, was sie sich von ihr wünsche. Dem kleinen Chef traue ich einfach nicht zu, dass er schon überreißt, was es bedeutet, wenn die Schnullerfee kommt.

Gestern Abend also mit ihm seine Schnuller in ein Päckchen gepackt, adressiert an die Schnullerfee. Bis auf einen, den gab er nicht her. Der wurde dann erst in der Nacht dem Päckchen hinzugefügt.

Heute morgen dann ab 5.00 Uhr Terror. Der kleine Cherf steht bei uns am Bett und meckert, er möchte einen Didi haben. Er suchte noch einmal in seinem Bett und kam wieder. Er wolle seinen Didi. Kroch zu uns ins Bett und wiederholte dort im 3-Sekunden-Takt „I will Didi haben! – I will Didi haben!“. Etwa 20 Minuten lang. Alle 3 Sekunden. Beruhigungsversuche völlig nutzlos. Die Nacht war also vorbei.

Dann, später hat er das Geschenk der Schnullerfee entdeckt. Einen etwa 30cm langen Brontosaurier. Cool. Schnuller war erst einmal vergessen. Bis zum Mittagsschlaf. Wieder Aufstand, aber nach 10 Minuten kuscheln mit Mama doch eingeschlafen.

Heute Abend dann nur noch 3 Mal im Bett nachgefragt, dann Ruhe. Einmal noch aus dem Bett gekrochen und nach unten marschiert. Auf seine Frage nach dem Didi sagte Mama nur, dass wir doch keine mehr haben und der kleine Chef sagte „Schade!“. Das wars. Nun ist Ruhe und er schläft.

Wir sind nun auf morgen Früh gespannt. Und darauf, wie es sich weiter entwickelt. Drücken Sie mal die Daumen.

UPDATE, keine 5 Minuten nach Veröffentlichung des Posts: Der kleine Chef weint im Bett. Das hatten wir wohl etwa 1 Jahr lang nicht mehr. Drücken Sie bitte etwas fester die Daumen?
UPDATE 2: Das war gar nicht der kleine Chef, sondern die kleine Chefin …

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3 Gedanken zu “Schnullerfee

  1. Kann ich aufhören zu drücken?

  2. Na, das klingt doch soweit recht harmonisch.

    Glückwunsch!

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