Mach es gut, Anton

Ach Anton. Du Kuschelkater. Du Hübscher. Du fehlst! Du fehlst uns und du wirst deiner Schwester fehlen. Den ganzen Tag habt ihr zusammen gekuschelt, gespielt, gerauft und seid durch die Gärten gestreunert.

Die Kinder durften alles mit dir machen. Du hast dich nie beklagt und nie gewehrt. Bist zur Not geflohen, aber bist auch immer wieder zu ihnen hin gegangen. Und jeden Abend kuscheltest du auf Mamas Schoß. Und morgens, viel zu früh, wecktest du mit deiner Schwester all zu oft die Kinder.

Kleine Chefin: “Hast du ihn begraben Papa?”
Papa: “Ja, er liegt jetzt bei der Abby.”
Kleine Chefin: “Das ist schön, dann ist er wenigstens bei einer Katze!”

Ein großer Klettermeister warst du. Kein Baum war dir zu hoch, aber du hast auch immer wieder einen Weg nach unten gefunden. Mit Bällen spielen war deine Leidenschaft. Wenn die kleine Chefin im Garten einen Tennisball warf konnte man fast schon meinen, du warst ein Hund.

Kleine Chefin: “Neulich hatte er noch Glück. Da haben zwei Autos für ihn gebremst.”

Nur vor Autos hattest du zu wenig Respekt. Wenn wir aus der Einfahrt fuhren mussten wir aufpassen, wo du gerade rumstromerst. Aber trotzdem verstehen wir nicht, wie man auf einer geraden Straße im Ort, ganz ohne Büsche, Bäume und parkende Autos, am hellichten Tag dich nicht sehen konnte.

Kleine Chefin: “Ich bin gespannt, wen Pünktchen jetzt heiraten wird. Sie wollte doch bestimmt den Anton heiraten.”

Du alter Stummfilmkater. Hast mit deiner Schwester viel gerauft, dabei habt ihr aber keinen Ton von euch gegeben. Als spieltet ihr in einem Stummfilm mit.

Gestern habe ich dich bei Abby begraben. Ich hoffe ihr versteht euch gut, da wo ihr jetzt seid. Und passt von dort bitte auf deine Schwester auf.

Anton, du fehlst.

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11 Antworten

  1. Das tut mir sehr leid, habe ich doch selber einen Kater und eine Katze. Hoffentlich geht es Anton gut, seine Schwester wird ihn sicherlich sehr vermissen.

    LG
    Kerstin

  2. das ist doch nicht wahr – das gibts doch nicht – nicht schon wieder…

    Liebe Grüße.

  3. “Neulich hatte er noch Glück…” – es ist ja unglaublich, dass “die” Euch nun schon die zweite Katze totgefahren haben. Kann das denn wirklich sein? Es tut mir schrecklich leid für Euch, ehrlich.

  4. Oh nein, nicht schon wieder! Es tut mir sehr leid!

    Liebe Grüße,
    Kerstin

  5. Das tut mir leid =(

  6. Ich hab das ja schon selbst zu oft durchgemacht – ich weiß wie WEH das tut…es tut mir so unendlich leid für Euch.

    Anton, ich hoffe Du hattest einen guten Weg über die Regenbogenbrücke und bist jetzt bei Abby!

  7. Oh je ;( auch von mir mein Beileid. So was zweimal durchmachen zu müssen ist sicherlich schrecklich !!

  8. *schluck* Mir stehen die Tränen in den Augen…
    Armer Anton. Arme Kinder. Arme Eltern. Ach menno… tut mir echt leid für euch :-(

  9. Nachdem meine zwei Fellnasen vor Jahren überfahren wurden, habe ich keine Katze mehr in mein Herz gelassen.
    Nachdem meine Hündin letztes Jahr, jung und rasant an Krebs verstorben war, gibt es für mich keine Haustieroption mehr.

    Ich kann mit diesem Herzschmerz schlecht umgehen, sind doch unsere Tiere, unsere Familienmitglieder.

    Die Erkenntnis, lieber kein Haustier, und somit kein Herzschmerz, tut auch verdammt weh.

    Lieber Anton, mach es gut…

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