Papageno

„Wo bist du?“ höre ich aus dem Telefon. Die Mama der beiden kleinen Chefs hat angerufen. Eigentlich ungewöhnlich um diese Uhrzeit, denn da bin ich immer auf dem Heimweg. Diesmal bin ich schon weit gekommen und nur noch ein paar Straßen entfernt. „Quasi da“, sage ich. „Sehr gut. Da kannst du gleich auf die Jagd gehen.“

Pünktchen hat wieder einmal ihr Jagdgeschick gezeigt. Allerdings steht sie derzeit weniger auf Mäuse, dafür umso mehr auf Vögel. Dementsprechend sah der Keller aus. Federn, wohin man auch sah. Mittendrin ein karton und da drin Pünktchen. Und der Vogel. Immer noch lebend.

Also betätigte ich mich als Papageno. Der Vogel, eine kleine Meise, sah eigentlich unverletzt aus, nur eher geschockt. Aber keine Ahnung, wie es wirklich um ihn bestellt war. Da wir aber dieses mörderische Spiel nicht länger im Haus haben wollten, haben wir die Meise auf unsere Hecke gesetzt in der Hoffnung, sie erholt sich wieder und wird dort nicht sofort von der nächsten Katze gefunden.

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