Krank in der Phase

Über die aktuelle Phase vom kleinen Chef habe ich ja schon geschrieben. Auch darüber, dass wir dachten, es würde etwas besser.

Heute nun der Rückschlag. Der Kindergarten ruft am späten Vormittag an, weil der kleine Chef Fieber habe, über Bauchweh klage und nur auf dem Schoß verbringen würde. Also hin und abgeholt. Daheim war der kleine Chef zunächst einmal deutlich besser gelaunt, aber Fieber hatte er immerhin etwas über 39°. Aber die Laune sackte nach und nach immer weiter ab. Aber klar, übermüdet war er ja auch, immerhin hat er uns diese Nacht von 1.30 Uhr bis 4.30 Uhr wach gehalten. Durchgängig.

Der erste Tränenausbruch kam, als er keinen zweiten Joghurt essen durfte. Aber zum einen klagte er über Bauchweh und zum anderen sollte er erst einmal etws vernünftiges essen. Nudeln mit Tomatensoße lehnte er ab. Brot und Toast ebenfalls. Trockene Nudeln auch und Nudeln mit Ketchup auch. Also eigentlich alles, außer Joghurt. Irgendwann stimmte er zwar Nudeln mit Ketchup zu, aber nach 2 Bissen war Schluss und das Gejammer ging wieder los, weil er keinen Joghurt durfte. Es wurde dann noch schlimmmer, als er sich den Pulli ausziehen sollte, aber er hatte bereits einen knallroten Kopf und eben Fieber und warm war es auch im Haus. Das Inferno steigerte sich dann weiter, als er sich mit Mama zum Mittagsschlaf hinlegen sollte.

Nach dem Mittagsschlaf war dann alles blöd. Er wachte auf und weinte und weinte und weinte. Unmöglich herauszubekommen, warum. Müde? Hunger? Schmerzen? Sauer? Keine Ahnung, die Dialoge entwickelten sich wie folgt:

Mama: „Was ist denn los?“
Kleiner Chef: weint und sagt nichts
Mama: „Tut dir was weh?“
Kleiner Chef: „Nein.“
Mama: „Musst du mal auf Toilette?“
Kleiner Chef: „Nein.“
Mama: „Hast du Hunger?“
Kleiner Chef: „Nein.“
Mama: „Bist du sauer, weil du eingeschlafen bist?“
Kleiner Chef: „Nein.“
Mama: „Bist du müde?“
Kleiner Chef: „Nein.“
Mama: „Tut dir der Bauch weh?“
Kleiner Chef: „Nein.“
Mama: „Tut dir der Hals weh?“
Kleiner Chef: „Nein.“
Mama: „Dann müssen wir mal zum Arzt gehen.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht zum Arzt!“
Mama: „Aber der hilft dir doch.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht zum Arzt!“
Mama: „Aber du bist doch krank.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht krank sein!“
Mama: „Das glaube ich dir, aber deshalb müssen wir doch zum Arzt.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht zum Arzt!“
Mama: „Und vielleicht solltest du noch etwas schlafen.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht schlafen!“
Mama: „Dann stehen wir auf.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht aufstehen!“
Mama: „Und dann gehen wir zum Arzt.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht zum Arzt!“
Mama: „Und vorher können wir noch etwas kuscheln.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht kuscheln!“
Mama: „Und Fernseh schauen.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht Fernseh schauen!“
Mama: „Und mal auf Toilette gehen.“
Kleiner Chef: „Nein! Ich will nicht auf Toilette gehen!“

Wirklich egal was, er wollte nicht. Einfach aus Reflex. Alles blöd eben. Aber es hilft ja nichts. Also heute 18:00 Uhr Arzt. Und Mama kann sich wohl leider abschminken, den Vortrag heute um 19.00 Uhr zu besuchen, den sie eigentlich sehr gerne gesehen hätte. Der Vortrag heißt übrigens: „Jungen heute und wie sie unterstützt werden können“ … wäre für uns sicher interessant gewesen 😦

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