Zelten

Wieder ein weiterer Schritt der kleinen Chefin in die Selbständigkeit. Die rasante Entwicklung, die unsere Kinder in den ersten beiden Lebensjahren machen, in der wir jeden Tag etwas Neues bei ihnen feststellen, was uns vom Sockel haut, die verlangsamt sich von Jahr zu Jahr. Die sogenannten Meilensteine, bei denen wir uns fragen wo die Zeit geblieben ist und wann unsere Kleinen so groß geworden sind, werden seltener.

Im Alter der kleinen Chefin sind es dann solche Meilensteine wie zum Beipsiel der erste Schultag. Oder als sie das erste Mal alleine zum Bäcker radelte. Aber die Häufigkeit solcher Aha-Momente nimmt ab. Aber diese Woche folgten mal wieder zwei Meilensteine direkt hintereinander. Gestern bekam die kleine Chefin ihr erstes Endjahreszeugnis in der Schule. Das erste Schuljahr ist nun schon rum. Nichts mehr mit Schulanfänger. Nach den Ferien geht sie schon in die zweite Klasse. Das Zeugnis war sehr gut und wieder hat sich für uns bestätigt, dass wir alles richtig gemacht hatten, als wir sie nicht bereits als Kann-Kind eingeschult hatten, sondern erst als Muss-Kind.

Heute morgen dann direkt der nächste Meilenstein. Ich brachte die kleine Chefin zu einem 3-tägigen Hockeycamp an unseren Hockeyplatz. Dort nimmt sie nun also an diesem Camp mit viel Hockey, viel Spielen, viel Spaß und vielen Freundinnen teil. Vor allem aber mit 2 Übernachtungen im Zelt neben dem Hockeyplatz ohne Eltern. Wir sind daheim. Zwar nur 20 Minuten entfernt, aber eben nicht mit dabei. Natürlich hatte sie sich schon wieder lange darüber den Kopf zerbrochen, ob das auch alles so gut sei. Sie ist da ja immer mehr der Kopfmensch und macht sich über alles Gedanken. Aber heute war alles gut und ich bin mir sicher, dass sie da einfach nur jede Menge Spaß haben wird.

Nun sind wir an der Reihe, uns einen Kopf zu machen. Es ist für uns zwar nicht das erste Mal, dass sie woanders übernachtet, aber bisher immer zusammen mit ihrem Bruder und entweder bei ihrer Tante oder bei Freunden. Aber noch nie ganz ohne Familienbezug. Auch noch nie in einem Zelt. Bestimmt werden wir heute Abend auf der Couch sitzen und uns fragen, wie es ihr wohl geht. Wir werden das Handy immer wieder ansehen, ob wir einen Anruf verpasst haben. Diese Schritte in die Selbständigkeit sind für unsere Kinder wohl nicht weniger aufregend, als für uns selbst. Und wieder einmal zeigt sich, dass die Zeit doch rast und die Kinder so wahnsinnig schnell groß werden.

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Ein Gedanke zu “Zelten

  1. Da kann ich nur zustimmend nicken. Viel zu schnell werden die Kleinen groß. Auch unsere Tochter wurden letzten September eingeschult. Jetzt ist das Schuljahr schon wieder um. Und wo ist die ganze Zeit hin???
    Schöne Grüße und ich hoffe ihr bekamt keinen Anruf
    Jutta

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