Pläne vs Realität

Ich gehörte zu denen, die sich in der Tat immer ein klein wenig freuten, wenn sie einen Schornsteinfeger sahen. Das ist zwar nur Aberglaube, aber ganz tief drin schlummerte diese Gewissheit, dass sie Glück bringen.

Was ein Unfug. Das tun sie natürlich nicht! Denkt doch einmal nach: wer sind die bekanntesten Person komplett in Schwarz? Klar: Gevatter Tod und Darth Vader. Und wem haben die schon Glück gebracht …

Vor kurzem war nun einer dieser Hobby-Vaders bei uns daheim. Feuerstättenbeschau nannte er das. Ergebnis ist, unser Kachelofen fällt unter das neue Feinstaubgesetz und darf nur noch bis Ende 2020 betrieben werden. Danach muss er entweder ersetzt werden, oder ausgetauscht. Sowohl der Schornsteinfeger, als auch diverse Fachgeschäfte winkten gleich ab bei der Frage nach Nachrüstung. Bei dem Model ist die Nachrüstung teurer, als ein neuer Kamin.

Klasse, also steht uns ein Umbau bevor, denn den Ofen stillzulegen und nicht mehr zu nutzen, kommt für uns nicht in Frage. Ein neuer Ofen bedeutet dann aber auch gleich einen neuen Boden und eine neue Wand. Denn der Kachelofen steht auf dem Estrich und das Parket ist drumherum verlegt. Ofen raus bedeutet also Boden offen. Sieht nüscht aus, sag ich Ihnen. Wenn wir aber schon den Boden und die Wand, an der der Ofen steht, anpacken müssen, dann würden wir diese eine Wand gleich rausnehmen und Wohn- und Esszimmer miteinander verbinden. Bei uns wird ja immer gleich alles ein Projekt.

Zwar haben wir noch etwas Zeit bis Ende 2020, aber aktuell haben wir auch etwas Erspartes und bevor das sinnlos verprasst wird, würde eine Investition in diesen Umbau Sinn machen. Wäre wieder ein Umbau in Eigenregie, also „nur“ Materialkosten (plus Anschluss des Ofens durch Schornsteinfeger und Einziehen eines Sturzbalkens im Wanddurchbruch).

Aber da tanzte Murphy vorbei und sang „Hätte hätte Fahrradkette“ … Gegen den Plan, das Gesparte in diesen Umbau zu stecken stehen plötzlich eine fast 4-stellige Rechnung für vier neue Bremsen (Scheiben und Klötze) am Auto, eine 4-stellige Sonderzahlung bei der Anschlussfinanzierung und eine 4-stellige Sonderumlage der Wasserwerke. Alles in allem also etwas über 3.000,- Euro ungeplante Sonderausgaben in gerade einmal 2 Monaten. Wenn wir nun vielleicht auch noch mal an einen Sommerurlaub denken wollen, dann steht dieses Projekt Ofenbau gewaltig auf der Kippe. Aber wir haben ja noch Zeit, bis Ende 2020.

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Ein Gedanke zu “Pläne vs Realität

  1. warum sollte es Euch anders gehen als uns *seufz*?

    Wobei ich gerne meinen nassen Keller und den Schummel in Bad und Küche gegen euren Ofen tausche…

    (Da wird mein Blog auch noch von Berichten zu gegebener Zeit)…

    Gruß
    Llewella

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