rituelle Essenseinleitungen

Wer kennt sie nicht? Diese tollen Sprüchlein, die vor dem Essen aufgesagt werden? Vor allem aus dem Kindergarten werden diese gerne an den heimischen Esstisch geschleppt. Aber Kinder brauchen ja Rituale, nicht wahr? Wissen wir ja. Deswegen lieben wir alle diese Tischsprüche aus dem Kindergarten, nicht wahr? Genau, es ist nicht wahr. Zum Glück fordern unsere Kinder die nur sehr sehr selten ein, aber wenn, dann knüppeldick.

Aber hier hat sich jetzt langsam ausritualisiert, das sage ich euch.

Da gibt es das allseits beliebte:

„Piep piep piep,
wir ham uns alle lieb,
guten Appetit!“

Oder auch:

„Rosaroter Fisch,
setz dich an den Tisch.
Deine Flossen sind gewaschen
und nun wollen wir was naschen.
Guten Appetit!“

Noch beliebter natürlich:

„Rolle, rolle rolle,
der Tisch ist volle,
der Bauch ist leer,
brummt wie ein Bär,
brummt wie ein Hummer,
guten Hunger!“

Es wäre ja schon schlimm niedlich genug, wenn es dabei bliebe, aber nein, meine Kinder müssen auch noch selber dichten. Und natürlich auf meine Kosten. Auf wessen Kosten auch sonst?

„Rolle, rolle, rolle,
der Papa der ist volle,
das Bier ist leer,
Papa brummt wie’n Bär,
brummt wie ein Hummer,
guten Hunger!“

So, und wenn sich nun alle wieder beruhigt haben, dann können Sie gerne woanders weiterlesen und später wiederkommen. Hier gibt es nichts zu sehen …

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4 Gedanken zu “rituelle Essenseinleitungen

  1. Nett. Und falls euch mal die Sprüche ausgehen, hab ich hier noch was:

    Piep, piep, piep,
    wir ham uns alle lieb.
    Jeder esse, was er kann,
    nur nicht seinen Nebenmann.
    Und wir nehm es ganz genau,
    auch nicht seine Nebenfrau.
    Und wenn sich Tisch und Bänke biegen
    wir werd’n das Zeug schon runterkriegen.
    Haut rein!

    Oder aber:

    Jeder esse was er kann,
    nur nicht seinen Nebenmann.
    Und da sind wir ganz genau
    auch nicht seine Nebenfrau.
    Und hat er sie doch gegessen
    Zähneputzen nicht vergessen!

  2. 10 kleine Fische,
    schwimmen jetzt zu Tische,
    reichen sich die Flossen,
    dann wird kurz beschlossen,
    jetzt nicht mehr zu blubbern,
    stattdessen was zu futtern,
    drum rufen alle mit:
    Guten Appetit!

    Diesen Kita Tischspruch findet Sohnemann selbst bekloppt und will ihn zum Glück, Zuhause nicht auch noch aufsagen. * Schwein gehabt*
    Liebe Grüße

  3. Wenn es nicht total unpädogisch wäre und falsch, würde ich den Tischspruch der Simpson einführen, den ich als Teenie mal in einer Sendung gehört habe und nie vergessen konnte:

    Wir danken wie besessen für dieses gute Fressen! Amen

    Aber keine Sorge, NEIN, das sprechen wir nicht vor dem Essen!
    Das Gute ist, mein Sohn kann sich nix merken – weder Liedtexte im Ganzen, noch Tischsprüchlein. Er merkt sich Ausschnitte und so bleibt es bei uns oftmals dabei, dass er es versucht, aber nicht hinkriegt. Außer *piep, piep, piep* Das kann er auch.

  4. Haben wir ein Glück. Bei uns wird darauf bestanden „Guten Appetit“ zu sagen, worauf dann alle anderen „Danke gleichfalls“ zu sagen haben, auf keinen Fall was anderes 🙂

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