Und jetzt auch noch die Griechen.

Wir sind mit dem Auto unterwegs, das Radio läuft und die Nachrichten beginnen. Bahnstreik. Streik der Erzieherinnen. Griechenlandkrise. Der kleine Chef hört aufmerksam zu, um dann später seiner großen Schwester völlig empört zu berichten.

Kleiner Chef (5): „Dass die Erzieherinnen streiken weiß ich ja. Aber weißt du, wir könnten heute nicht griechisch Essen gehen, weil sogar die Griechen streiken!“

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Der Schniedelwutz, die coole Sau

Es ist Morgen. Wir lungern noch im Schlafanzug auf der Couch herum. Der kleine Chef vergräbt seine beiden Hände tief vorne in der Schlafanzugshose.

Papa: „Ähm, kleiner Chef, was machst’n da?“
Sohn: „Papa? Warum sind Schniedel eigentlich so cool?“

Ich gebe zu, eine sinnvolle Antwort fiel mir nicht ein, daher für die werten Leser als Hinweis. Vielleicht schon mal eine entsprechende Antwort überlegen, falls die Frage mal gestellt werden sollte.

rituelle Essenseinleitungen

Wer kennt sie nicht? Diese tollen Sprüchlein, die vor dem Essen aufgesagt werden? Vor allem aus dem Kindergarten werden diese gerne an den heimischen Esstisch geschleppt. Aber Kinder brauchen ja Rituale, nicht wahr? Wissen wir ja. Deswegen lieben wir alle diese Tischsprüche aus dem Kindergarten, nicht wahr? Genau, es ist nicht wahr. Zum Glück fordern unsere Kinder die nur sehr sehr selten ein, aber wenn, dann knüppeldick.

Aber hier hat sich jetzt langsam ausritualisiert, das sage ich euch.

Da gibt es das allseits beliebte:

„Piep piep piep,
wir ham uns alle lieb,
guten Appetit!“

Oder auch:

„Rosaroter Fisch,
setz dich an den Tisch.
Deine Flossen sind gewaschen
und nun wollen wir was naschen.
Guten Appetit!“

Noch beliebter natürlich:

„Rolle, rolle rolle,
der Tisch ist volle,
der Bauch ist leer,
brummt wie ein Bär,
brummt wie ein Hummer,
guten Hunger!“

Es wäre ja schon schlimm niedlich genug, wenn es dabei bliebe, aber nein, meine Kinder müssen auch noch selber dichten. Und natürlich auf meine Kosten. Auf wessen Kosten auch sonst?

„Rolle, rolle, rolle,
der Papa der ist volle,
das Bier ist leer,
Papa brummt wie’n Bär,
brummt wie ein Hummer,
guten Hunger!“

So, und wenn sich nun alle wieder beruhigt haben, dann können Sie gerne woanders weiterlesen und später wiederkommen. Hier gibt es nichts zu sehen …

Kopfverdreher und Herzklopfmacher

Tochter, 8 Jahre, 2. Klasse, 2. Halbjahr.

Tochter: „Ich bin ja übrigens in noch einen Jungen verliebt, Papa.“
Papa: „Ach ja? In wen denn?“
Tochter: „In den Leo, der ist aus einer anderen Klasse.“

Papa: „Und wieso in noch einen? In wen denn noch?“
Tochter: „Na den Lucca!“
Tochter: „Und den Jonathan. Und den Jan.“
Papa: „Oha. Am Ende wirst du dich aber für einen entscheiden müssen!“
Tochter: „Ja, ich weiß.“

Tochter: „Das ist nicht einfach.“
Papa: „Ist denn einer von denen auch in dich verliebt?“
Tochter: „Ja.“
Papa: „Wer denn?“
Tochter: „Der Jonathan, der Lucca, der Leo und der Jan!“
Papa: „Oh!“
Tochter: „Ja! Jetzt habe ich ein Problem, oder?“

Der Gourmet unseres Vertrauens

Wir waren auswärts Essen. Machen wir viel zu selten, aber endlich hat es mal wieder geklappt und wir entschieden uns für einen Italiener. Grundsätzlich ist das ja immer ein Tipp für alle Eltern, wenn man mit Kindern Essen geht, dann zum Italiener. Italiener sind kinderlieb und auf der Speisekarte findet jeder etwas.

Wie es sich für einen italienisches Restaurant gehört, wird dann neben Essig und Öl auch eine mächtige Pfeffermühle auf dem Tisch platziert. Brauche ich meistens nicht, aber man weiß ja nie. Der kleine Chef machte mich aber dann doch darauf aufmerksam, dass man diese Pfeffermühle wohl auch eigentlich benutzen sollten. Er hat da scheinbar bessere Kontakte als ich …

Sohn: „Du musst auch Pfeffer nehmen!“
Papa: „Warum? Ich möchte eigentlich nicht.“
Sohn: „Musst du aber! Das hat mein Wettergott gesagt!“
Papa: „Wettergott?“
Sohn: „Ja, mein Wettergott. Der ist unsichtbar und da kann ich durchsehen!“

Dem derzeitigen Wetter nach zu urteilen ist der Wettergott auf jeden Fall mit uns zufrieden.