Kopfverdreher und Herzklopfmacher

Tochter, 8 Jahre, 2. Klasse, 2. Halbjahr.

Tochter: „Ich bin ja übrigens in noch einen Jungen verliebt, Papa.“
Papa: „Ach ja? In wen denn?“
Tochter: „In den Leo, der ist aus einer anderen Klasse.“

Papa: „Und wieso in noch einen? In wen denn noch?“
Tochter: „Na den Lucca!“
Tochter: „Und den Jonathan. Und den Jan.“
Papa: „Oha. Am Ende wirst du dich aber für einen entscheiden müssen!“
Tochter: „Ja, ich weiß.“

Tochter: „Das ist nicht einfach.“
Papa: „Ist denn einer von denen auch in dich verliebt?“
Tochter: „Ja.“
Papa: „Wer denn?“
Tochter: „Der Jonathan, der Lucca, der Leo und der Jan!“
Papa: „Oh!“
Tochter: „Ja! Jetzt habe ich ein Problem, oder?“

Die ersten Schulnoten

Die kleine Chefin geht nun das zweite Halbjahr in die zweite Klasse und somit bekommt sie ab sofort Schulnoten.

Insgesamt bereitet ihre Lehrerin sie gut auf Prüfungen und Noten vor. Sie schreibt seit der ersten Klasse fast jede Woche einen Test und somit ist eine Prüfungssituation nichts Neues für die Kinder, sondern Alltag und die Nervosität davor hält sich mehr als nur in Grenzen.

Nun hat sie also ihre ersten Arbeiten geschrieben, die benotet wurden und sie hat gleich mal eine 1 und eine 2 mit nach Hause gebracht. Und wie könnte es anders sein: die einzigen Fehler, die sie machte waren Schusseligkeiten wie vergessene I-Punkte und ähnliches.

Amen

Papa: „Sag mal, was habt ihr denn eigentlich bisher so in Religion gemacht?“
Kleine Chefin: „Heute schauen wir einen Film.“
Papa: „Worüber denn?“
Kleine Chefin: „Weiß ich nicht. Damit fangen wir ein neues Thema an.“
Papa: „Was habt ihr denn bisher so gemacht?“
Kleine Chefin: „Weiß nicht genau. Beten, beten, beten, beten … singen.“

Zeugnistag

Viel zu lange war es hier ruhig im Blog. Dabei gibt es eigentlich nicht wenig zu berichten, aber das eine oder andere nimmt einen auch gleichzeitig die Lust, darüber zu schreiben und somit kommt dann einiges hier zu kurz.

Es wäre aber mehr als unfair, wenn ich nicht zumindest mal das erste Zeugnis der kleinen Chefin erwähne. Letzten Freitag gab es hier nämlich Halbjahreszeugnisse und somit das erste dieser Dokumente für die kleine Chefin. Insgesamt ein wirklich mehr als gutes Zeugnis. Sie arbeitet gut mit, bringt sich sinnvoll und engagiert ein, ist im Lesen und Rechnen sehr gut und im Sport sowieso. Auch ihr Sozialverhalten ist vorbildlich. Alles also wirklich in den Bereichen, in denen man mehr als stolz sein kann.

Lediglich ein Fach macht ihr aktuell keinen rechten Spaß. „Textiles Gestalten / Werken“. Derzeit liegt der Fokus mehr auf dem textilen Gestalten und weniger auf dem Werken. Das hat die kleine Chefin auch schon länger moniert bei uns. Immer würde da nur gemalt oder mit Stoffen gearbeitet. Dementsprechend hat sie auch in diesem Fach die Bemerkung stehen, die in jedem Arbeitszeugnis als „sie war stets bemüht …“ formuliert würde. Aber hey, gebt meiner Tochter eine Laubsäge in die Hand und ich verspreche euch, sie ist dann mehr als nur bemüht, dann ist sie sicherlich begeistert.

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Leselust

Die kleine Chefin geht nach wie vor gerne in die Schule Dabei rennt die Zeit wieder einmal, denn bald gibt es schon die ersten Zeugnisse.

Lesen macht ihr auch großen Spaß und wir lesen jeden Tag mit ihr. Das heißt, zum einen lesen wir nach wie vor jeden Abend vor dem Einschlafen etwas vor, aber zum anderen lassen wir uns auch nun von der kleinen Chefin vorlesen. Jeden Abend liest sie uns nun also zwischen 10 und 20 Minuten vor. Mittlerweile sogar den kleinen Drachen Kokosnuss.

Wiedermal ein Schritt an dem man merkt, wie schnell die Zeit vergeht und die Kleinen groß werden. Eine Erkenntnis, die man selbst als Kind bei den eigenen Eltern nie nachvollziehen konnte und erst jetzt realisiert, wie Recht sie hatten.

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