Der Schniedelwutz, die coole Sau

Es ist Morgen. Wir lungern noch im Schlafanzug auf der Couch herum. Der kleine Chef vergräbt seine beiden Hände tief vorne in der Schlafanzugshose.

Papa: „Ähm, kleiner Chef, was machst’n da?“
Sohn: „Papa? Warum sind Schniedel eigentlich so cool?“

Ich gebe zu, eine sinnvolle Antwort fiel mir nicht ein, daher für die werten Leser als Hinweis. Vielleicht schon mal eine entsprechende Antwort überlegen, falls die Frage mal gestellt werden sollte.

Der Gourmet unseres Vertrauens

Wir waren auswärts Essen. Machen wir viel zu selten, aber endlich hat es mal wieder geklappt und wir entschieden uns für einen Italiener. Grundsätzlich ist das ja immer ein Tipp für alle Eltern, wenn man mit Kindern Essen geht, dann zum Italiener. Italiener sind kinderlieb und auf der Speisekarte findet jeder etwas.

Wie es sich für einen italienisches Restaurant gehört, wird dann neben Essig und Öl auch eine mächtige Pfeffermühle auf dem Tisch platziert. Brauche ich meistens nicht, aber man weiß ja nie. Der kleine Chef machte mich aber dann doch darauf aufmerksam, dass man diese Pfeffermühle wohl auch eigentlich benutzen sollten. Er hat da scheinbar bessere Kontakte als ich …

Sohn: „Du musst auch Pfeffer nehmen!“
Papa: „Warum? Ich möchte eigentlich nicht.“
Sohn: „Musst du aber! Das hat mein Wettergott gesagt!“
Papa: „Wettergott?“
Sohn: „Ja, mein Wettergott. Der ist unsichtbar und da kann ich durchsehen!“

Dem derzeitigen Wetter nach zu urteilen ist der Wettergott auf jeden Fall mit uns zufrieden.

Mütter nerven!

Kleine Chefin: „Sag mal Papa: hat deine Mutter früher auch so genervt?“
Papa: „Na klar. Alle Mütter nerven.“
Kleine Chefin: „Stimmt.“
Papa: „Aber Papas nerven doch auch.“
Kleine Chefin: „Nein! Du nicht!“
Papa: „Ach doch, ich glaube schon, dass ich manchmal nerve.“
Kleine Chefin: „Aber nicht so oft!“
Papa: „Naja, ich weiß nicht. Ich glaub schon.“
Kleine Chefin: „Deine Vater auch?“
Papa: „Na klar, mein Vater auch, genau wie meine Mutter. Ich habe erst viel später begriffen, dass sie das aber nicht gemacht haben, um zu nerven, sondern weil sie mir helfen wollten oder weil sie sich Sorgen machten. Das habe ich erst verstanden, als ich selber Kinder hatte. Dass man sich dann immer Sorgen um die Kinder macht, weißt du?“
Kleine Chefin: „Mütter im so: ‚Fahr langsam und zieh einen Helm auf!‘ … Ich ziehe IMMER einen Helm auf!“
Papa: „Ach weißt du was, Eltern nerven ihr Leben lang. Wenn wir im Winter von Oma und Opa Heim fahren, die 5 Minuten, dann sagt die Oma heute noch zu Mama ‚Fahrt vorsichtig!‘, weil sie sich immer noch Sorgen machen.“
Kleine Chefin: „Dabei fahrt ihr doch immer vorsichtig … Eltern …“

Weitere Karriereplanung

Der kleine Chef scheint nun seine Verbrecherlaufbahn doch an den Nagel gehängt zu haben. Er hat sich nun einen anständigen Job ausgesucht, wenn auch nicht den bestbezahlten und eventuell aus den falschen Gründen.

Kleiner Chef: „Weißt du, was ich später werden will? Postmann!“
Papa: „Ja? Was gefällt dir denn daran?“
Kleiner Chef: „Dass ich da viel Fahrrad fahren kann. Im Frühling! Und sogar im Herbst! Dann kann ich sogar durch Laubhaufen fahren!“

Also liebe Postmänner! Wann seid ihr das letzte Mal mit Lust durch Laubhaufen gefahren? Oder Pfützen? Ich wette, das ist schon viel zu lange her!

Karriereplanungen

Kleiner Chef: „Ich will später nicht arbeiten!“
Papa: „Na dann musst du dir eine reiche Frau suchen.“
Kleiner Chef: „Warum?“
Papa: „Weil du ja sonst kein Geld hast und dir dann nichts kaufen kannst. Nicht einmal Essen.“
Kleiner Chef: „Also Papa, das Geld kann ich mir doch einfach von der Bank holen.“

Ich bin mir nicht sicher, ob er das System einer Bank noch nicht begriffen hat, oder ob er sich einfach für eine weniger legale Lebensweise entschieden hat …